Diakoniestiftung Weimar Bad Lobenstein

30.08.2017 | Was bleibt in Wurzbach?

30.08.2017 | Was bleibt in Wurzbach?

Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz schaffen Tagespflege, Wohnungen und Beratung in Wurzbach – nächste Beratung am Dienstag im Rathaus

Alt gewordene und Menschen mit Demenz werden in Zukunft auch Angebote in Wurzbach finden. Eine nun entstehende Tagespflege, ein Wohnangebot für Senioren, das monatliche Beratungsangebot und der offenere Umgang mit der Krankheit Demenz sind das Ergebnis der Bemühungen der Lokalen Allianzen für Menschen mit Demenz in der Stadt.



Am Dienstag war zur Abschlussveranstaltung in den Kinosaal geladen. „Wir haben zwei Jahre lang zusammen gearbeitet und dabei stets die Frage im Blick gehabt, was für Menschen mit Demenz in der Stadt und den umliegenden Orten getan wird und zukünftig getan werden kann. Wir wollten dabei erfahren, welche Vorstellungen und Bedürfnisse erkrankte Menschen und ihre Angehörigen haben“, sagt Nicole Hartenstein. Sie begleitet das Projekt für die Diakoniestiftung. Neben ihr waren Henning Steinbock vom Maschinen- und Betriebshilfering Schleiz e. V., Pfarrer Denny Seifert, Bürgermeister Jan Schübel (CDU) und viele interessierte Bürger regelmäßig dabei.
Im November 2015 wurde sich zum ersten Mal im Rathaus getroffen, um das Projekt vorzustellen, zu klären was ist in Wurzbach vorhanden und wie soll gearbeitet werden. In den folgenden Monaten gab es einen Stadtrundgang, einen Vortrag von Sophie Rosentreter, eine Kinovorstellung, gar eine Wanderung und dazwischen immer wieder Beratungsangebote sowie Treffen der Allianzmitglieder.
„Es war eine Zeit, in welcher der Gedanke an Menschen mit einer Demenz in Wurzbach zur Selbstverständlichkeit wurde. Wir haben viel erreicht und Perspektiven für die Zukunft entwickelt. Es geht weiter! Das allein ist doch ein tolles Ergebnis“, sagte der Bürgermeister am Dienstag im Kino. Dort sagte er auch, dass ja nicht zu übersehen sei, dass die Bevölkerung älter werde und da freut ihn besonders, dass man dieser Entwicklung gerecht werden kann. Sein großer Dank ging an die Initiatoren vom Maschinenring und der Diakoniestiftung. Auch Pfarrer Seifert zeigte sich überaus zufrieden: „Ich bin sehr dankbar für die Gemeinschaft, die sich durch das Projekt zwischen den Akteuren und im Weiteren auch unter vielen Bewohnern der Stadt entwickelt hat.“ Ilka Fischer aus Wurzbach war zu einigen Veranstaltung dabei, weil sie durch die Erkrankung der Schwiegermutter den Umgang mit Demenz lernen musste, sie sagte zum Abschluss: „ Ich habe zu Hause und auch hier viel gelernt und das wichtigste ist, den erkrankten Menschen so anzunehmen wie er ist.“



Im Kino waren fast 50 Menschen zusammen gekommen, um die Bemühungen der vergangenen zwei Jahre Revue passieren zu lassen und in die Zukunft zu schauen. Gemeinsam wurde dann der Film „Still Alice“ angesehen. Darin geht es um den Umgang der Diagnose Alzheimer und die dadurch verursachten Veränderungen im Leben.
Die Initiatoren treffen sich nun bald mit den Ortsbürgermeistern der umliegenden Gemeinden, um die Vorhaben zu besprechen. Bereits am kommenden Dienstag, 5. September, gibt es von 17.00 Uhr bis 18.00 Uhr im Rathaus Wurzbach die Möglichkeit zur Beratung zu Pflege, Versorgung und Demenz für alle Betroffenen und Interessierten.


Die Initiatoren der Allianzen für Demenz in Wurzbach (v. l.): Bürgermeister Jan Schüber, Johanna Steinbock, Pfarrer Denny Seifert, Norbert Hetterle, Nicole Hartenstein und Bernd Lindig von der Diakoniestiftung  

 
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