Diakoniestiftung Weimar Bad Lobenstein

16.05.2018 | Sieben Ehrenamtliche gehen mit Holger spazieren

16.05.2018 | Sieben Ehrenamtliche gehen mit Holger spazieren

Ebersdorfer Haus Elisabeth freut sich über Unterstützung

Silke Täuber aus Langgrün gehört zu den Ehrenamtlichen, die regelmäßig mit Holger B., einem noch jungen Bewohner des Ebersdorfer Hauses Elisabeth spazieren gehen. Im Januar hatte die Einrichtung, die speziell für Menschen mit Demenz eingerichtet ist, über die OTZ informiert, dass dort nun ein recht junger Mann aus Hermsdorf lebt. Er leidet mit Ende 40 an einer besonderen Form der Krankheit und verspürt einen starken Bewegungsdrang. „Wir wollen und können ihn nicht fixieren, versuchen aber, ihn im Haus zu halten. Doch er gelangt auch in den Garten und hat es schon mehrmals geschafft, über unser Gartentor zu klettern“, beschrieb Pflegedienstleiterin Nicole Hartenstein, die Situation.
Er sei schnell unterwegs, konnte aber bisher stets gefunden und wohlbehalten zurückgebracht werden.
„Doch wenn er mal wieder spazieren geht und in Ebersdorf, Schönbrunn, Zoppoten, einem anderen Ort oder auf den Straßen und Wegen gesehen wird, bitten wir um Unterstützung. Der Mann tut niemandem etwas und spricht nur wenig. Bitte informieren Sie uns oder bringen Sie ihn zu uns zurück“, sagte sie.
Außerdem hatte man ehrenamtliche Helfer gesucht, die mit dem Mann spazieren gehen, ihm Wege zeigen, auf denen er dann wieder zurück zum Haus Elisabeth findet. Gleich mehrere Menschen hatten sich daraufhin gemeldet und sich bereit erklärt, zu helfen.
Silke Täuber kommt einmal pro Woche, um etwa eine Stunde mit ihm rauszugehen. „Ich habe Zeit und freue mich, wenn ich helfen kann. Wir können uns zwar kaum unterhalten, aber man spürt, wenn der Holger glücklich ist“, sagt die 52-Jährige. Über den Hospizdienst hatte sie schon Kontakt zur Diakoniestiftung, die Unterstützung im Haus Elisabeth ist neu. Insgesamt sieben Personen waren schon mit Holger B. unterwegs und sind regelmäßig für ihn da. „Seine Frau und Kinder, seine Eltern und andere Verwandte kommen regelmäßig zu Besuch, wenn aber niemand da ist, freuen wir uns, eine so großartige Unterstützung von ehrenamtlichen Helfern, den Menschen in Ebersdorf und den umliegenden Orten zu bekommen“, sagt Ute Ritter vom sozialen Dienst im Haus.
Wer Lust hat, auch zu helfen, zum Beispiel mit Spaziergängen, Vorlesen, Karten- oder Brettspielen kann sich gern im Haus Elisabeth, Krankenhausstraße 8, Ebersdorf, Tel. 036651 381924 melden.

Bild (von Sandra Smailes): Silke Täuber aus Langgrün vor dem Haus Elisabeth in Ebersdorf. Sie geht regelmäßig mit dem recht jungen Bewohner Holger spazieren.

 
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