
Beratungsbedarf
Etwa zwei Drittel der in Weimar untergebrachten Flüchtlinge leben hier in Familien, unter ihnen 35 Kinder, von denen sieben einen Kindergarten und 22 die Schule besuchen. Die Flüchtlinge stammen aus mehr als 17 Nationen, u.a. aus der Russischen Föderation, Aserbaidschan, der Türkei, Iran und Irak, Afghanistan, Syrien, Libanon und China.
Flucht und Traumatisierung
Viele flohen aus ihren Heimatländern, weil sie dort auf Grund ihrer politischen oder religiösen Überzeugung oder wegen ihrer Zugehörigkeit zu einer ethnischen Minderheit verfolgt wurden und Nachteile erleiden mussten. Für die Zeit des Aufenthaltes in Deutschland ist ihr Leben in Sicherheit – und dennoch ist der Alltag für die Flüchtlinge hier mit vielen Problemen verbunden.
Hürden des Ankommens
Da wären unter anderem: sich über mehrere Jahre erstreckende Asylverfahren und eine damit verbundene lange Perspektivlosigkeit; während der ersten vier Aufenthaltsjahre Sozialleistungen, die noch beträchtlich unter dem Hartz IV-Satz liegen und in Gutscheinen ausgezahlt werden sowie eingeschränkte medizinische Versorgung im Krankheitsfall; eine Aufenthaltsbeschränkung auf die Stadt Weimar (jedes Verlassen der Stadt bedarf einer Genehmigung der Ausländerbehörde). Den Alltag erschweren häufig auch sprachliche Verständigungsschwierigkeiten und psychische Beeinträchtigungen, die oft aus dem Erlebten im Heimatland resultieren.




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