Diakoniestiftung Weimar Bad Lobenstein

Herdergeburtstag 2014

Herdergeburtstag 2014

Herder-Förderpreis 2014 für Jonathan Schöps

Der diesjährige Preisträger des mit 2000 Euro dotierten Herder-Förderpreises für Studierende "Glaube und Erfahrung. Christlicher Glaube ist erfahrbar" heißt Jonathan Schöps. Der junge Mann erhält des Preis für seine Arbeit „Undarstellbar – Visuelle Gedanken zu Gott“. Die Arbeit von Jonathan Schöps besteht aus vier großformatigen Motiven in Digitaldruck. Sie sind im Rahmen seiner Bachelor-Arbeit "Gottes Bilder - Visualisierung des Unsichtbaren" an der Bauhaus-Universität in Weimar entstanden. Schöps will mit seinen Bildern den unsichtbaren Gott ‚darstellen‘ und bezieht sich dabei auf Bibeltexte oder allgemeine Aussagen. Der Student arbeitet in seinen Fotografien, Fotomontagen und 3D-Computergrafiken mit Abstraktion und Symbolik. Er möchte den Betrachter einladen, Gedanken und Glaubenserfahrungen zu reflektieren und dabei das eigene Gottesbild zu hinterfragen. "Die Jury wertete besonders positiv, dass es Jonathan Schöps gelungen ist, die alten Bibeltexte und abstrakte theologische Begriffe in eine neue Bildsprache zu transformieren", sagte Henrich Herbst, Superintendent des Kirchenkreises Weimar und Mitglied der Jury.

Prof. Dr. Lorenz Engell von der Bauhaus-Universität Weimar hielt die Laudatio. Der Preis wurde zum vierten Mal ausgelobt und konnte im Festgottesdienst anlässlich des Geburtstages von Johann Gottfried Herder am 25. August verliehen werden.

Wie in den vergangenen drei Jahren hatten Kirche und Diakonie am 25. August 2014, dem 270. Geburtstag des Weimarer Generalsuperintendenten Johann Gottfried Herder (1744-1803), zu einem festlichen Empfang in die Herderkirche und das Herderzentrum eingeladen. Über 300 Gäste folgten der Veranstaltung in der Herderkirche und nahmen am anschließenden Geburtstagsbuffet teil.
Die Festrede zum Thema „Vom guten Umgang mit heilloser Geschichte“ hielt Prof. Dr. Volkhard Knigge, Direktor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora. Sein Vortrag wandte sich angesichts der dunklen Kapitel der Menschheitsgeschichte gerade im 20. Jahrhundert, gegen einen Vernunft- und Geschichtsoptimismus. Dem Optimismus der Aufklärung trat er entgegen unter Hinweis auf die konkreten Erfahrungen in Vergangenheit und Gegenwart, die einem Lernen aus der Geschichte oder einem schrittweisen zivilisatorischen Fortschritt der Menschheit widersprechen. Prof. Knigge plädierte leidenschaftlich für eine nüchterne Betrachtung der Geschichte und für ein verpflichtendes Engagement jedes Menschen für universelle Menschenrechte – sei es aus altruistischen bzw. christlichen Motiven, sei es aus wohlverstandenem Eigeninteresse.

 
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