Diakoniestiftung Weimar Bad Lobenstein

30.03.2017 | Vor Ort nachgefragt

30.03.2017 | Vor Ort nachgefragt

Was brauchen wir in Seubtendorf, Göttengün und Schilbach?

Mehr als 20 Gäste sind in dieser Woche der Einladung in das Hofcafé des Mehrgenerationenhauses in Seubtendorf gefolgt. Die Diakoniestiftung Weimar Bad Lobenstein, Rinderhof Agrar GmbH Seubtendorf, die Bürgermeister Marco Seidel und Marcel Zapf sowie die Pfarrer hatten eingeladen. Alle zusammen sind der Frage nachgegangen „Was braucht es, um auf dem Land ein angenehmes Leben im Alter zu ermöglichen?“

Ramona Kleinhenz, die Leiterin der Tagespflege Gefell wohnt in Göttengrün, einem der Orte, die auf der Einladung ausdrücklich genannt sind. Denn zunächst will man in Seubtendorf, Schilbach und Göttengrün erfahren, was fehlt, um klein anzufangen. Dass dem Aufruf auch Gäste aus Blintendorf und Unterkoskau gefolgt sind, ist umso besser. Frau Kleinhenz erklärte „Jeder Ort ist anders, jede Generation ist anders. Wir wollen wissen was sie hier wollen, um gut leben zu können und nicht unsere Ideen überstülpen.“
Auch Bürgermeister Marco Seidel, Christel Austen von der Rinderhof Agrar GmbH Seubtendorf und Nicole Hartenstein, Mitarbeiterin der Diakoniestiftung im Modellprojekt zur Quartiersarbeit im Landkreis, begrüßten die Gäste. Bei Kaffee und Kuchen kam man schnell ist Gespräch. Die Initiatoren mischten sich unter die Leute und notierten was als gut genannt wurde, was in den Orten da ist und was die Menschen gern hätten. „Genannte wurde ein Einkaufsbus, andere wünschen sich einen Singkreis, einen Raum, in dem man sich treffen kann und besseren Zugang zu medizinischer Versorgung, eine Art Gemeindeschwester“, zählte Nicole Hartenstein am Ende auf. Doch auch Frau Kleinhenz und Herr Seidel hatten am Ende viel aufgeschrieben. Das alles soll beim nächsten Bürger-Treffen am 29. Mai im Hofcafé des Mehrgenerationenhauses ausgewertet werden. „Dort geht es darum zu sagen was gewollt wird, wie die Ziele umgesetzt werden können und wie die finanziellen Mittel beschafft werden“, sagt Nicole Hartenstein.


Bürgermeister Marco Seidl bedankte sich ausdrücklich bei der Diakoniestiftung für diese Initiative. „Schön, dass die Diakonie diesen Vorstoß gemacht hat. Wir brauchen so etwas. Aber ich will nicht nur Konzepte, sondern etwas, das tatsächlich umgesetzt wird.“ „Das machen wir, auch wir wollen nur das anpacken, was möglich ist. Ein Beispiel ist ja die Tagespflege in Gefell, da haben wir auf Bedarf reagiert und dies schnell umgesetzt“, sagt Frau Kleinhenz.
Das Mehrgenartionenhaus in Seubtendorf zeigt sich einmal mehr als guter Gastgeber. Für die insgesamt 30 Leute war ein schöner Kaffeetisch gedeckt, die Diakoniestiftung hatte für Kuchen gesorgt, die Getränke gab es vom Rinderhof und Frau Annette Roth kümmerte sich um die Bewirtung der Gäste.
In dieser Woche feiert das Haus dreijähriges Bestehen. In dem Hof sind alle zehn Wohnungen vermietet. Es leben dort 14 Menschen aller Generationen zusammen.



Informationen zum Projekt: „Lebensqualität im Alter - Was brauchen wir in Seubtendorf, Göttengrün und Schilbach dafür“ erhalten Sie bei Frau Ramona Kleinhenz, Tagespflege Gefell, Tel. 036649 88360.

Text/ Bilder: Sandra Smailes





 
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