140 Jahre diakonischer Dienst

Das Sophienhaus und seine Schwesternschaft - 140 Jahre diakonischer Dienst für Weimar und Thüringen


„Gottes Wege sind wunderbar. Zu Gott den Sinn.“


So beginnt das Leitwort der Großherzogin Sophie von Sachsen-Weimar und Eisenach, das sie „für die Schwestern meiner Pflegerinnenanstalt“ als Leitbild formulierte. Zum 140. Jubiläum dieser 1875 begonnenen Arbeit schaut die Stiftung Sophienhaus Weimar dankbar auf den Weg, den Gott sie geführt hat in ihrem Dienst für die Menschen der Stadt Weimar und im Thüringer Land.

Es gab Höhepunkte und natürlich auch Tiefpunkte dieses Weges. „Ich lese vom 25. und 50. Jubiläum der Schwesternschaft und denke an die Ausbreitung der diakonischen Arbeit des Sophienhauses im ganzen Thüringer Land. Ich lese von den Problemen der Nazizeit und dem Ringen um den Erhalt des Hauses für die Diakonie, ich höre von der Nachkriegszeit und die Vertreibung aus dem angestammten Sophienhausgelände durch die Rote Armee. Ich denke an die schwierige DDR-Zeit, das 100. Jubiläum 1975 und das Auf und Ab im realen Sozialismus zwischen fehlenden Brikettlieferungen und einem Stück Inseldasein und Schutzraum nicht nur für kranke Menschen im Sophienhaus“, so Pfarrer Axel Kramme, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Sophienhaus Weimar.

Nach der Wende: Aufbrüche und Chancen auf Veränderung, aber auch die Ängste und Sorgen um das Überleben in einer sozialen Landschaft, in der die Gesetze der Marktwirtschaft nicht weniger gelten als in anderen gesellschaftlichen Bereichen.

Dann schließlich der Neubau des Krankenhauses in einer gleichberechtigten aber schwierigen Partnerschaft mit der Stadt Weimar, neue Arbeitsfelder des Sophienhauses am alten Standort, in Weimar und Umgebung und im Umfeld des 125. Jubiläums der Pflegeheimneubau bzw. – umbau im Mutterhaus und nicht zuletzt mit der Übernahme der Geschäftsanteile von der Stadt Weimar durch das Marienstift Arnstadt wieder ein vollständig evangelisch/diakonisch getragenes Krankenhaus in Weimar.

In der von der Stiftung Sophienhaus mitgetragenen Diakoniestiftung Weimar Bad Lobenstein gGmbH sind alle anderen Hilfsfelder und Angebote diakonischer Arbeit gebündelt: Kinder- Jugend- und Familienhilfe, Schulen, Eingliederungs- und Altenhilfe und Soziale Projekte.

Der starke Stiftungsverbund mit dem Michaelisstift Gefell und der Evangelischen Stiftung Christopherushof Altengesees trägt Anliegen der Großherzogin Sophie und Auftrag diakonischen Handelns im Sinne Jesu verlässlich und kompetent in Mittelthüringen weiter.

Das Programm zum 140-jährigen Bestehen sieht folgende Punkte vor:

  • am 21. Nov. von 14:30 bis 17:00 Uhr im Rahmen eines Kaffeetrinkens im Mutterhaussaal-Reise durch die Geschichte der Schwesternschaft, um 19:00 Uhr wollen wir den Tag - beginnend mit unserer traditionellen Sonntagsbegrüßungsfeier - mit einem festlichen Abendessen ausklingen lassen
  • am 22. Nov. 10:30 Uhr Gottesdienst zum 140. Jubiläum in der Mutterhauskapelle


Weitere Informationen:

Pfarrer Axel Kramme, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Sophienhaus
Tel. 03643 2410-100


Bild: Mutterhaus der Stiftung Sophienhaus Weimar, Trierer Straße, Weimar