20 Jahre Hilfe für psychiatrisch kranke Menschen

Selbst die Einrichtungsleiterin Silke Burkhardt findet den Namen schwierig, aber wichtig ist vor allem, dass in der Gemeindepsychiatrischen Kontakt- und Beratungsstelle Rudolstadt seit 20 Jahren psychisch kranken Menschen und deren Angehörigen geholfen wird. Der 20. Jahrestag am 17. September 2010 wurde eine Woche lang mit mehreren Veranstaltungen gefeiert.

Die Räumlichkeiten in der Beratungsstelle in der Glocke, dem Beratungszentrum in der Jenaischen Straße in Rudolstadt waren bis zum letzen Platz gefüllt. Klientinnen und Klienten, Angehörige, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Vertreterinnen und Vertreter der umliegenden Städte und Gemeinden, Fachkräfte aus dem Landratsamt und zahlreiche Gäste, wie der Landtagsabgeordnete Gerhard Günther und Dr. Otto Hahn vom Sozialpsychiatrischen Dienst waren gekommen.

Dr. Klaus Scholtissek, Vorsitzender der Geschäftsführung der Diakoniestiftung Weimar Bad Lobenstein, und Martin Scheidt, von der Leitung des Geschäftsbereiches Eingliederungshilfe der Diakoniestiftung waren anwesend und begrüßten die Gäste. Dr. Scholtissek machte deutlich, dass die Beratungsstelle ernst nach der politischen Wende entstanden ist und sich damit einiges in der Betreuung psychisch kranker Menschen gebessert habe. Das Ziel der Diakoniestiftung als Träger der Einrichtung sei es, die betroffenen Menschen und deren Angehörige kompetent und nachhaltig zu begleiten und in schwierigen Situationen zu stützen. Er richtete seinen Dank an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für ihren Einsatz und die Ratsuchenden für das Vertrauen.

Martin Scheidt machte deutlich, dass die Diakoniestiftung schon vieles erreicht habe, die Betreuung psychisch erkrankter Menschen aber auch weiterentwickeln werde, um dem veränderten Bedarf gerecht zu werden.

Bernd Wiesel, ein langjähriger Klient, hatte sich spontan zu Wort gemeldet, um für die Hilfe und Unterstützung in den vergangenen Jahren zu danken.

Nach Kaffee und Kuchen, wie es zu einer richtigen Geburtstagsfeier gehört, wurde in einer Präsentation das Ambulant Betreute Wohnen vorgestellt. Abschließend wurde ein Theaterstück mit dem Titel „Manchmal möchte ich lieber auf dem Kopf gehen“ aufgeführt, bei dem es um Probleme und die Themen von Menschen mit psychischen Erkrankungen ging.

Die Beratungsstelle betreut Menschen mit psychischer Erkrankung im gesamten Landkreis Saalfeld Rudolstadt. Es gibt eine Außenstelle ich Saalfeld. Zehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind zum Teil beratend tätig und zum Teil im Ambulant Betreuten Wohnen eingebunden.


Fotos und Text:
Sandra Smailes, Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit/Fundraising