25 Jahre Kindergarten im Gottesschutz

25 Jahre Kindergarten im Haus Gottesschutz - Mit Tradition und Innovation für die Familien der Region

Seit 1922 steht der Name Haus Gottesschutz für liebevolle Betreuung und Förderung von Kindern. Im ehemaligen Kinderheim wurde am 1. Oktober 1991 eine Kindertagesstätte eröffnet. In den vergangenen Jahrzehnten hat die Begleitung von Familien bei spezifischen Fragen der Erziehung und Bildung zunehmend an Bedeutung gewonnen. So kamen zunächst die Mobil-ambulante Frühförderung und später die flexible Familienbegleitung hinzu. Inzwischen ist das Haus auf dem Weg, ein Thüringer Eltern-Kind-Zentrum zu werden.

Das 25-jährige Bestehen des Kindergartens im Haus Gottesschutz war Anlass für eine ganze Festwoche. Mit Angeboten zur gesunden Ernährung, christlichen Werten in Kita und zu Hause, Kreativem, zum Basteln, Sport und Bewegung war für die ganze Familie, die Kinder und Interessierte der Region an jedem Tag der Festwoche etwas geboten. Das Haus Gottesschutz war an jedem Tag gut besucht, teilweise richtig voll.

Die meisten Gäste kamen am Freitag zur Festveranstaltung mit Gottesdienst im Chorsaal der Brüdergemeine, anschließender Hausbesichtigung, Mitmachangeboten sowie Kaffee und Kuchen.
Der Festgottesdienst, welcher von Pfarrer Albrecht Stammler für Kinder und Erwachsene gestaltet wurde, war voll von Dank und Freude, Liedern und Musik, aber auch Nachdenkliches und Politisches war zu hören. Dr. Klaus Scholtissek, Vorsitzender der Geschäftsführung der Diakoniestiftung, sagte zwei Tage vor dem Tag der deutschen Wiedervereinigung, dass es nicht selbstverstädlich sei, hier in Ebersdorf einen freien, christlichen Träger zu haben. Erst die deutsche Wiedervereinigung hat dies möglich gemacht. In der DDR war diese Träger-Pluralität nicht möglichen. Dass dieses Haus gewollt und gebraucht wird, zeigt die hohe Belegungszahl. Die Kinder werden aus der Stadt Saalburg- Ebersdorf und auch aus umliegenden Orten in das Haus Gottesschutz gebracht. Dr. Scholtissek dankte der Stadt, dem Bürgermeister, der Landeskirche, der Brüdergemeine, den Eltern und vor allem dem Erzieherinnen-Team um Kindergartenleiterin Diana Reinhardt, welches sich zum Geburtstag auch zu einem Chor zusammen gefunden hatte.

In den 25 Jahren hat der Kindergarten verschiedene Angebote gemacht. Vom heilpädagogischen zum integrativen hin zum Kindergarten mit zahlreichen Fördermöglichkeiten und speziellem Personal- und Therapeutenteam für Kinder mit Behinderung oder erhöhtem Förderbedarf. Landrat Thomas Fügmann (CDU) sprach zu den Gästen und spannte einen Bogen von der Wendezeit, in der die evangelische Trägerschaft möglich wurde zur mobil-ambulanten Frühförderstelle im Landkreis im Ebersdorfer Kinderhaus Gottesschutz bis hin zum nun entstehenden Thüringer Eltern-Kind-Zentrum. Denn zum Kindergarten gibt es im Gottesschutz seit kurzem Angebote für die ganze Familie und die flexibe Familienbegleitung. Er dankte dem Haus und der Diakoniestiftung für all die Innovationen in der Kinderbetreuung.

Glückwünsche überbrachten auch Saalburg-Ebersdorfs Bürgermeister Volker Ortwig (FDP), die Elternvertreter und das Seniorenzentrum Emmaus. Das Gebäude steht nur über die Straße, 20 Meter weit vom Haus Gottesschutz entfernt. Kindertagesstätte und Seniorenpflegeheim sind eng verbunden. Regelmäßig gibt es Besuche von den Kindern bei den alt gewordenen Menschen, Geburtstagsständchen, Bastelstunden, gemeinsames Backen, den Martinstag, ein Sommerfest - all das erleben jung und alt in Ebersdorf gemeinsam. Dörte Frey, vom Sozialen Dienst im Emmaus, und Pfleger Hans-Jörg Vollbrecht waren ebenfalls zum Festgottesdienst gekommen. Im Namen des Hauses überreichten sie zum 25. Kindergarten-Geburtstag einen Apfelbaum. Dörte Frey erzählte von all den gemeinsamen Aktionen und berichtete den Kindern auch, wie viele Erinnerungen ihre Besuche im Haus bei den alten Menschen wach rütteln ".... und die Erinnerungen an die Kinderheit sind für viele Bewohner die schönsten in ihrem Leben. Wir danken euch, dass ihr dabei helft, diese Erinnerungen in den alten Menschen wachzurütteln", sagte Frau Frey.

In diesem Sinne wurde nach dem Gottesdienst im Haus gefeiert - ein Fest voller Begegnungen, Spiel und Spaß mit gutem Kuchen und netten Gesprächen. Denn unter all den Gästen waren auch frühere Mitarbeiter und Kinder die im Haus betreut wurden. Sie verbrachten viel Zeit bei der Besichtigung des sanierten Hauses und freuten sich über die Bilderausstellung.

Bild: Kinder und Erzieherinnen während des Festgottesdienstes.