75 Jahre Kirchenkreis-Sozialarbeit

 

In der Adventzeit haben die Mitarbeiterinnen der Kirchenkreissozialarbeit/ Kreisstellen für Diakonie oft besonders viel zu tun. Menschen bitten um Unterstützung, suchen Rat, wollen Probleme noch im zu Ende gehenden Jahr klären. „Unser Beratungsspektrum reicht von der Sozialberatung über Paar-, Familien- und Lebensberatung bis hin zur Beratung und Vermittlung von Müttergenesungskuren und Möglichkeiten der Familienerholung“, sagt Antje Odenthal, Leiterin der Kreisstelle für Diakonie in Weimar.  Diese ist eine der vier Beratungsstellen für Kirchenkreissozialarbeit im Verbund der Diakoniestiftung Weimar Bad Lobenstein und Stiftung Sophienhaus, welche zusammen mit der jeweiligen Kirchgemeinde in Weimar, Rudolstadt, Saalfeld und Schleiz vor Ort arbeiten.  

„Wir leisten Einzelfallhilfe, sind in Netzwerken tätig und vermitteln entsprechend weiter. Da geht es um individuelle Beratungs- und Informationsgespräche bis hin zu Begleitung in schwierigen Lebenssituationen“, sagt die erfahrene Mitarbeiterin. Kirchenkreissozialarbeit gibt es in Deutschland seit nunmehr 75 Jahren. Unter den Eindrücken des beendeten Zweiten Weltkrieges trafen sich in den ersten Septembertagen des Jahres 1945 in Eisenach Vertreter der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Thüringens, um zu besprechen, wie der überwältigenden Not von Heimkehrenden und Flüchtlingen entgegengetreten werden könne. Von seelsorgerischer Begleitung über vielfältige Hilfen der Versorgung mit notwendigen Lebensmitteln, Medikamenten, Bekleidung und Heizmaterialien bis hin zu Regenerationsangeboten für traumatisierte und ausgezehrte Menschen entstand ein vielfältiges Hilfsnetzwerk. 
Bis heute existieren in den meisten Thüringer Kirchenkreisen der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) lebendige Kreisdiakoniestellen. Neben Seelsorge und Verkündigung bekennen sich die Kirchenkreise hier zu ihrer diakonischen Verantwortung vor Ort.
Die Notlagen der Menschen haben sich seitdem gewandelt, manche Problemlagen von damals kennen wir heute glücklicherweise nicht mehr. Andere Nöte sind erst in einer sich verändernden Gesellschaft hinzugekommen. Gleichzeitig existieren bis heute Hilfebedarfe, die sich von denen vor 75 Jahren nur geringfügig unterscheiden. Der Entwicklung hoher fachlicher Standards in der sozialen und diakonischen Arbeit folgend, versteht sich das Wirken von Mitarbeitenden heute auch in der Tradition der Gründungsmütter und -väter.

Sie suchen Unterstützung? Benötigen einen Rat?  
Kontakt zur Kirchenkreissozialarbeit: 

Weimar, Antje Odenthal, Tel.: 03643 – 403216, Mail: kreisstelle@diakonie-wl.de
Rudolstadt, Claudia Wahl, Tel.: 03672 – 4887183, Mail: kreisdiakonie-rudolstadt@diakonie-wl.de
Saalfeld, Ingrid Uhlmann, Tel.: 03671 - 45589-205, Mail: kksa.saalfeld@diakonie-wl.de
Schleiz/Bad Lobenstein: Dorothee Kallenbach, Tel. 036651 - 3977-23, Mail: kksa.lobenstein@diakonie-wl.de