Aktuelle sozialpolitische Themen

Aktuelle sozialpolitische Themen – Kongress bringt Politik und Wirtschaft, Dienstleister, Verwaltung und freie Träger an einen Tisch


„Wir wissen dass wir für Veränderungen bereit sein müssen. Man sollte aber mit uns darüber reden. Die Politik baut Hürden anstelle von Brücken. Die Kooperation zwischen Diakonie, den Freien Trägern und den staatlichen Schulen muss gesetzlich geregelt werden. Dann gibt es wieder eine Diskussionsgrundlage“, bat Oberkirchenrat Eberhard Grüneberg, der Vorstandsvorsitzende der Diakonie Mitteldeutschland in der Podiumsdiskussion. Dabei ging es um die Themen Zukunft der Förderschulen in freier Trägerschaft, Integration alt gewordener Menschen mit Behinderungen, Menschen mit Behinderungen in der freien Wirtschaft und um den Fachkräftemangel in der freien Wirtschaft.

Mit diskutieren durften Regine Kanis, SPD-Landtagsmitglied und Mutter eines körperbehinderten, erwachsenen Sohnes. Sie wolle nicht immer hören die oder jene sollten Lösungen finden. „Wir alle sind gefragt und deshalb finde ich den Kongress gut. Es geht um Fachthemen, aber auch um die vielen wichtigen Gespräche am Rande.“

Klaus Meyer, operativer Geschäftsführer der Agentur für Arbeit in Erfurt, und Cornelia Herpe, die Fachbereichsleiterin Jugend und Soziales im Landkreis Saalfeld / Rudolstadt dankten der Diakonie als verlässlichen Träger, räumten aber ein, dass sämtliche Arbeitsmarkts- und Integrationsprojekte nur mit starken Partnern umgesetzt werden können. Ideen und Lösungswege werden von den Trägern sozialer Dienstleistungen erwartet. Als starken Partner, mit dem man besonders Projekte umsetzen kann, bezeichnet der Unternehmer Hartmut Holzhey die Diakoniestiftung. Der Saalfelder ist Geschäftsführer der Loquitz Trans GmbH und arbeit schon mehrere Jahre mit der Diakoniestiftung zusammen. Nun soll gemeinsam, das Projekt Stauseewanderweg umgesetzt werden. Menschen mit Behinderungen und arbeitslose Menschen würden gemeinsam schwer zugängliche Wege für den Tourismus auszubauen. Nun wird auf Zusagen aus der Politik gewartet.

Menschen mit Behinderungen werden älter und erreichen das Rentenalter. Wie sollen sie ihren Lebensabend verbringen? Am besten selbst bestimmt und selbst mit geplant. Auch dafür haben die Diakoniestiftung und andere Träger gute Vorschläge. Doch wieder müssen Politik und Verwaltung die Frage der Finanzierung klären. Auf solche und andere Fragen werden Antworten gesucht, die im Gespräche am Mittwoch auf den Weg gebracht wurden und ganz sicher in zukünftige Entscheidungen einfließen werden.

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Text/Fotos: Sandra Smailes