Beistand und Unterstützung sind überwältigend

„Es wird in dieser Zeit viel Dank an die Pflegenden gerichtet. Das tut wirklich gut! Doch auch die Bewohnerinnen und Bewohner sowie Mitarbeitende, im Seniorenpflegeheim Sophienhaus in Weimar haben viel Grund, sich zu bedanken: Wir fühlen uns unterstützt von verständnisvollem Zuspruch in dieser aktuell außer-gewöhnlichen Situation und aufbauenden Worten der Bewohner und ihrer Angehörigen.
Anonym und manchmal auch persönlich werden Briefe mit positivem Feedback, freundlichen Worten und kleinen Präsenten, zum Zeichen der Verbundenheit, ins Haus gegeben“, sagt Ulrike Holitschke, Leiterin des  Seniorenpflegeheims Sophienhaus in Weimar. Sie und ihr Team sind überwältigt von den Zeichen des Dankes und der Anerkennung.Im Haus leben mehr als 80 altgewordene, hilfebedürftige Menschen. Seit zum Schutz vor dem Coronavirus zahlreiche Beschränkungen herrschen, ist das Leben dort anders, in vielen Punkten deutlich eingeschränkt.

„Überaus einfallsreiche Angebote erreichen uns in diesen Wochen aus ganz Weimar.
Erwachsene und Kinder basteln und malen Rätselhefte, Postkarten und Bilder. Zum Muttertag bekamen wir ein wunderschönes, selbst kreiertes Muttertags-Heft einer Weimarerin. Die Freude über diese ansprechende Aufmerksamkeit hält an. Immer wieder nehmen die Frauen die liebevoll zusammengestellten Geschenke zur Hand, um darin leise für sich selbst oder laut zu lesen, zu lächeln, sich zu erinnern… Dabei ist zu sehen, dass die Wertschätzung ankommt. 
Eine Vatertags-Variante ist in Arbeit und die Vorfreude der Herren ist groß“, so Charlotte Lückhoff, die Leiterin des Sozialen Dienstes im Haus.

Hier einige Überraschungen, die das Sophienhaus in den vergangenen Wochen erreichten:

•             Eine Bürgerin der Stadt schickte über einen Versand eine große Menge an frischen Blumen für die Bewohner, die keine Angehörigen haben.
               Bewohner wie auch Mitarbeiter waren gleichermaßen tief berührt.

•             Einzelne Mitglieder der Staatskapelle Weimar kommen wöchentlich, um mit Fenster- und Terrassenmusik zu erfreuen. Ein Schauspielerpaar des 
               Deutschen Nationaltheaters verschönt den Pflegeheimalltag mit Lesungen im Freien.

•             Die Kirchgemeinde Weimar organisiert Liedervormittage oder Sambamusik.

•             Das Tierheim Weimar lieferte uns einen Stall für Meerschweinchen und beriet uns zur artgerechten Tierhaltung. Der Meerschweinchenstall ist jetzt ein
               kleines Ausflugsziel im Freigelände des Hauses und lädt ein zum Beobachten. Für die tägliche Versorgung der Tiere haben sich drei junge Familien
               bereit erklärt und sie tun es mit Hingabe und Spaß.

•             Die Bürgerstiftung und „Weimars gute Nachbarn“ vermittelten unsere Unterstützungswünsche und helfen erfolgreich, wo sie können. Über das
               Ehrenamtsbüro ist auch unsere Freiluft-Ausstellung aus dem Büro Quasebarth in Erfurt zu uns gelangt. Das Spazierengehen im Gelände ist dadurch
               abwechslungsreicher.

„Diese Aufzählung könnte fortgeführt werden. An dieser Stelle bedanken wir uns ausdrücklich bei allen Genannten und Nichtgenannten für
alle Aktionen und Bekundungen herzlicher Verbundenheit und Ausdruck des Miteinanders“, sagt Ulrike Holitschke.

Bilder (von Charlotte Lückhoff): Bewohnerinnen des Sophienhauses in Weimar mit dem Muttertagsheft und im Garten an der Freiluft-Ausstellung aus dem Büro Quasebarth.