Besuchermagnet Christomarkt

Auch wenn es noch viel zu früh ist, mancher Orts noch Kirmes gefeiert wird, Buß- und Bettag sowie der Ewigkeitssonntag erst kommen, bevor die Adventszeit beginnt - in Altengesees scheinen die Uhren schneller zu laufen. Denn mit dem Christo-Markt am oder um den Martinstag schaffen es die Mitarbeitenden, Beschäftigte und Bewohner mitten im November schon eine heimelige, fast weihnachtliche Stimmung zu erzeugen.
Der vierte Christomarkt wurde am Samstag gehalten und lockte hunderte Besucher in den kleinen Ort Altengesees.
„Wir wollen der Zeit nicht vorauseilen und dennoch ist es toll zu sehen, wie viele Menschen uns an diesem Wochenende besucht haben, sich zum Lichterfest an den vielen Ständen und kleinen Köstlichkeiten erfreut haben, an der Arbeit mit Menschen mit Behinderung interessiert sind und dieser offen gegenüber stehen“, sagt Bettina Schmidt, Geschäftsbereichsleiterin Eingliederungshilfen der Diakoniestiftung.

Trotz Bauarbeiten im Haus, nämlich in der Küche und in der Töpferei konnten alle Angebote einen gut zugänglichen Platz finden. Wo sonst Profile und Leisten gesteckt werden, wurden Töpferwaren angeboten. Auch in diesem Jahr waren Glocken, Tassen und Vasen der Renner. „Das rote Geschirr ist nach wie vor am beliebtesten“, sagte Töpferei-Mitarbeiterin Sindy Rüdiger. Gruppenleiter Mario Lang und sein Team waren ständig damit beschäftigt, Waren zu verpacken, Kundinnen zu beraten und Bestellungen entgegen zunehmen.
Ähnlich ging es in der Weberei zu. Gruppenleiterin Cornelia Müller, ihre Mitarbeitenden und einige Beschäftigte hatten in den Räumen der Christo-Weberei sämtliche Waren ausgestellt. Teppiche, Sitzkissen, gefilzte Seifen, Engelfiguren, Baumbehang, auch Stoffpuppen und in diesem Jahr Bauhausfiguren, all die Dinge, die werktags unter Anleitung von Menschen mit Behinderung hergestellt werden, wurden bewundert und gekauft.
Derzeit sind 158 Menschen mit Behinderung in den Werkstätten Christopherushof am Standort in Altengesees beschäftigt. Da wird einiges geschafft und da jeder eine andere Begabung hat, ist das Angebot vielfältig.
Die Gäste ließen sich vom Gebäck aus der Christo-Bäckerei verführen, es konnten schon Lebkuchen und Stollen gekostet werden, aber auch Martinshörnchen wurden sehr gern probiert. Die kleine Eismanufaktur, der Christo-Joghurt und Hirtenkäse sorgten für Erfrischung, während andere schon Glühwein probierten und dabei Adventsschmuck vom Sägewerk Meissner in der Lückenmühle aussuchten. „Wir wollen nicht nur uns sondern die Region stärken und freuen uns über die anderen Anbieter im Haus“, sagte Bettina Schmidt. Oma Friedels Schokotraum und die Liköre von Christoph Hetterle und Biobäuerin Simone Speck mit Wurstspezialitäten gehören zum festen Angebot in Altengesees.

Ebenso wie die Zigarren aus der Christo-Zigarrenmanufaktur. Manuela Kubel zeigte, wie die Zigarren per reiner Handarbeit in Bad Lobenstein entstehen. Sie ist wie viele andere Mitarbeitende in der Adventszeit zu verschiedenen Märkten anzutreffen. Zum Beispiel auf Schloss Burgk und in Saalfeld, dort zum Grotten- und auch zum Klosteradvent. „Wer das nicht schafft, kann sich gern in unseren Läden in Bad Lobenstein und in Altengesees umsehen. Dort gibt es auch unseren Engelkalender zu kaufen“, sagt Heike Schäfer, Teamleiterin Kreativ und Läden.