Bildergrüße an einsame Bewohner

Bildergrüße an einsame Bewohner

Seniorenzentrum Emmaus ist gut aufgestellt – Dank an Kinderhaus Gottesschutz für Bildergrüße 

Das Seniorenzentrum Emmaus und das Kinderhaus Gottesschutz in Ebersdorf arbeiten eng zusammen. Immer wieder gibt es Besuche und ein gemeinsames Sommerfest.
Dieses Osterfest wird ein anderes und so wurde am Donnerstag auch ein besonderer Gruß überbracht. Die Erzieherinnen Christiane Spindler und Jessica Rögner waren mit den Kindern der Notgruppe Moritz und Lennard im Hof des Pflegeheimes, um bunte Bilder und gefärbte Eier zu überbringen.
Die Bilder wurden von den Mädchen und Jungen gemalt, die derzeit zuhause sind. „Wir senden den Eltern mindestens einmal wöchentlich Mails oder Briefe, um die Kinder zu grüßen, ihnen Bastelanleitungen oder Malvorlagen zur Verfügung zu stellen. Dann ging der Aufruf an die Kinder: Wir malen für das Seniorenzentrum und viele Rücksendungen kamen, per Post, im Briefkasten des Hauses und per Mail. Auch von anderen Bereichen der Diakoniestiftung, wie der Verwaltung in Bad Lobenstein“, erklärt Diana Reinhardt, Leiterin des Kinderhauses Gottesschutz.
Die Bilder wurden nun für die 64 Senioren übergeben. Dazu gab es 50 gefärbte Eier. Ein Gruß der Kinder an die Pflegekräfte der Sozialstation und des Pflegeheimes.
„Das ist eine großartige Idee“, freute sich Anja Küfner, Leiterin des Seniorenzentrums. Mitarbeitende und Bewohner sind in diesen Tagen auf eine harte Probe gestellt. Im Haus gilt das Besuchsverbot nun seit vier Wochen.  „Fast alle haben Verständnis für die Situation, vielen fällt das schwer, manche leiden darunter. Immerhin haben einige Bewohner täglich Besuch, nun darf niemand mehr kommen. Für absolute Ausnahmesituationen ist die Hausleitung bemüht eine Regelung zu finden. „Die Angehörigen geben viele Dinge bei uns ab. Blumen, Geschenke, Schokolade und  Osterschmuck, manchmal auch etwas Gebackenes. Man grüßt sich am Fenster und winkt. Doch die Einschränkungen bestehen ja auch im Haus. Das gemeinsame Essen, die Seniorennachmittage, der Gottesdienst, alles fällt aus. Doch alle Mitarbeitenden sind bemüht, diese besondere Zeit so angenehm wie möglich zu gestalten. Dazu gehören die Einzelbetreuung, Spaziergänge im Garten, Telefondienste und Musik. Nun können die schönen Bilder gezeigt und besprochen werden“, sagt Anja Küfner.
Sie dankt allen die das Haus in diesen Tagen unterstützen, allen voran den Masken-Nähern in Altengesees, auch einzelne Angehörige und Mitarbeitende haben Mundschutz mitgebracht.  Der Träger, die Diakonie Sozialdienst Thüringen, informiert über sämtliche Anordnungen und beschafft Hygienematerial. Die Mitarbeitenden sind zu höchster Vorsicht angehalten, wurden erneut geschult und sind dank eines Pandemieplanes auch für den Ernstfall vorbereitet. Das Seniorenzentrum ist durch den vom Landratsamt geschaffenen Task Force für Altenpflegeheime im Saale-Orla-Kreis sehr gut angebunden und hatte schon Besuch vom Kontaktarzt Dr. Wolf Vogtländer.