Diakon Dieter Meyer verstorben

Diakon Dieter Meyer verstorben

Die Diakoniestiftung Weimar Bad Lobenstein gGmbH trauert um Diakon Dieter Meyer (28. Februar 1939 - 21. September 2019).

Dieter Meyer war von 1977 bis 2002 Hausvater der Wohnstätten Johanneshof in Quittelsdorf. Dort hat er sich zusammen mit seiner Frau Karola hohe Verdienste für die Diakonie in Thüringen erworben. Unter schwersten Bedingungen in Folge der damaligen staatlichen Ausgrenzung von Menschen mit Behinderungen und von Christen insgesamt, hat er sich mit unbeirrbarer Hingabe für Menschen mit Behinderungen eingesetzt, ihnen Ausbildung, Arbeit und Freundschaft geschenkt.

„Dieter Meyer hat sich mit ganzer Kraft für die Erhaltung der Wohnstätten für Menschen mit Behinderung sowie später um zahlreiche Modernisierungen bemüht. Das Ehepaar Meyer hat das Leben hier mit christlichen Traditionen geprägt und vorgelebt, war beliebt und geschätzt", beschreibt die jetzige Einrichtungsleiterin Steffi Würbach.
Marion Ruhsam, seit vielen Jahren Mitarbeiterin im Johanneshof und Vorsitzende der Mitarbeitervertretung der Diakoniestiftung, sagt: „Er hat für den Johanneshof gelebt. Sein ganzes Tun galt den Bewohnern, den Mitarbeitenden und dem Anwesen. Ich persönlich verdanke ihm sogar, dass ich diesen Berufsweg eingeschlagen habe.“

Der Johanneshof Quittelsdorf ab 1977    

 1977 übernahm das Ehepaar Meyer die Leitung des Johanneshofes und war stets  bemüht, die Lebensqualität dort zu verbessern.

1978 musste die Stiftung ihren Weiterbestand neu beantragen und genehmigen lassen. Es erfolgte eine Namensänderung in Evangelisches Pflege- und Rehabilitationsheim Quittelsdorf. Nach dem Gründungsdatum, dem 27. Dezember, Tag des Evangelisten Johannes, wurde schließlich im Jahre  1983 der Name „Johanneshof“  vorangestellt.

Im Frühjahr 1985 wurde die alte Toreinfahrt des Johanneshofes, also das gesamte vordere Scheunen- und Viehstallgebäude, weggerissen und sofort mit dem Fundament eines neuen Gebäudes begonnen. Der ehemalige Gemüsegarten vor dem Gebäude wurde aufgeschüttet. Die Einfahrt erfolgte nun durch den ehemaligen Garten, nachdem auch dort die alte Gutshofmauer bis auf ein Reststück abgerissen wurde. Es entstand für die Bewohner ein neues Wohnhaus mit zentraler Heizanlage, und neben den wohnlichen Verhältnissen wurden auch die sanitären Zustände erheblich verbessert.

1988 begann der Bau eines Mitarbeiterwohnhauses.

1991 erfolgte der Einzug von fünf Familien in das Mitarbeiterwohnhaus des Johanneshofes.
Später wurde die Dachetage umgestaltet, so dass aus zwei großen Räumen, in denen bis zu sieben Frauen beengt leben mussten, Einzelzimmer entstanden sind.

1993 verschwand der Charakter eines Pflegeheimes. Es entstanden Wohneinheiten im familiären Stil. Aus den großen meist Acht-Bett-Zimmern wurden 18 Einbettzimmer, 18 Zweibettzimmer und zwei Dreibettzimmer.

1998 Das Anna-Luisen-Stift Bad Blankenburg, der Christopherushof Altengesees und der Johanneshof Quittelsdorf fusionieren zur Evangelischen Stiftung Christopherushof.

2001 die Evangelische Stiftung Christopherushof und das Michaelisstift Gefell bilden einen Verbund.

2009 schließen sich die meisten Einrichtungen der diakonischen Traditionsunternehmen: Evangelische Stiftung Christopherushof, Michaelisstift Gefell und das Diakonische Zentrum Sophienhaus Weimar zur Diakoniestiftung Weimar Bad Lobenstein gemeinnützige GmbH zusammen.

Heute leben im Johanneshof Quittelsdorf 52 erwachsene Menschen mit Behinderung. In den beiden Häusern bieten wir Einzel- und Doppelzimmer sowie zwei Appartements an.
Je nach Bedarf besuchen die Bewohnerinnen und Bewohner wochentags eine Werkstatt für  Menschen mit Behinderung oder die verschiedenen tagesstrukturierenden Angebote des Förderbereichs am Wohnheim bzw. der Tagesstruktur für ältere Menschen mit geistiger Behinderung auf dem Gelände des Johanneshofes.

Kontakt: Wohnstätten Johanneshof
Quittelsdorf 13
07426 Königsee
Einrichtungsleiterin Steffi Würbach
Tel.: 036739 - 393-10
Mail: S.Wuerbach@diakonie-wl.de