Ehrung mit silbernem Kronenkreuz

Ehrung mit silbernem Kronenkreuz


Acht Mitarbeiterinnen der Michaelisschule Bad Lobenstein für langjährige Dienste in Kirche und Diakonie geehrt.



Die Michaelisschule Bad Lobenstein feiert im September das 20-jährige Bestehen. Anlässlich dieses Jubiläums wurden am Mittwoch im Chorsaal des Seniorenzentrums Emmaus in Ebersdorf acht Mitarbeiterinnen der Schule für Ihre langjährigen Dienste in Kirche und Diakonie mit dem silbernen Kronenkreuz geehrt. Das Kronenkreuz der Diakonie in Silber ist eine Auszeichnung des Diakonischen Werkes.


Die Ehrung nahm Alexander Graf Castell, Referent für Geistliches Leben und Diakonische Dienste in der Diakoniestiftung Weimar Bad Lobenstein vor. Im Auftrag von Pfarrer Axel Kramme, Rektor der Diakoniestiftung Weimar Bad Lobenstein überreichte er Carola Enders, Bärbel Körner, Anneliese Palitza, Birgit Makowka, Astrid Buchholz, Elke Bergann, Heide Altmann und Solveig Berger die Auszeichnung und dankte für deren Einsatz und Engagement.
Den musikalisch anspruchsvollen Rahmen gaben Celine Goldhardt an der Querflöte und Aniko Rozgoniy Zink an der Gitarre.


„Du hast Kräfte, von denen du nie zu träumen gewagt hättest“, mit diesen Worten eröffnete Anett Wildt, Schulleiterin der Michaelisschule Bad Lobenstein die feierliche Veranstaltung. Gerlind Philipp, die ehemalige Schulleiterin der Michaelisschule Bad Lobenstein gab einen kurzen Rückblick auf die Entwicklung der Förderschule. Im September 1990 wurde im Michaelisstift Gefell eine Schule für geistig behinderte Kinder gegründet. Dies war gleichzeitig der Beginn zur Errichtung des Schulgebäudes der Michaelisschule in Bad Lobenstein. Seit 1991 war Schulbildung für Kinder und Jugendliche mit geistiger Behinderung auch gesetzlich verbrieft möglich. Noch im gleichen Jahr kam es zum Zusammenschluss mit der bestehenden staatlichen Schule in Mühltroff. Die damals 52 Kinder und Jugendlichen erhielten Unterricht in den ehemaligen Räumen des Kindergartens Gefell und im Hauptgebäude des Michaelisstift.


„Ich finde es immer wieder spannend wie diese Schule sich entwickelt hat und welches Profil sie eingeschlagen hat.“ Die ehemalige Schulleitern Gerlind Philipp erinnert sich an den Bezug des neuen Schulgebäudes in Bad Lobenstein im September 1999. Durch die bildungs-politischen Veränderungen wurde eine integrative Beschulung möglich. Auf der gemeinsamen Suche nach Zukunftsvarianten entstand die Idee „Schule unter einem Dach“ zu praktizieren. Das gemeinsame Leben und Lernen von behinderten und nichtbehinderten Schülerinnen und Schülern ist der pädagogische Grundgedanke der Michaelisschule. Die Förderschule und die Montessori orientierte Grundschule leben unter einem Dach. Sie ergänzen und fördern sich, sie lernen mit- und voneinander.


Heute lernen 113 Schüler in der Montessori orientierten Grundschule, 14 davon sind entweder geistig behindert oder haben einen erhöhten sonderpädagogischen Förderbedarf. In der Förderschule lernen 43 Mädchen und Jungen in fünf Klassen, wobei die Schüler der Unterstufe den Unterricht gemeinsam mit den Kindern der mit im Haus ansässigen Montessori-Grundschule absolvieren.


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Text/Fotos: Diana Oertel