Es ist normal, verschieden zu sein

Es ist normal, verschieden zu sein


20 Jahre Kindergarten im Haus Gottesschutz


20 Jahre Kindergarten im Ebersdorfer Haus Gottesschutz sowie Eröffnung nach Sanierung und Umbau wurde gestern mit vielen Gästen gefeiert. Eine Andacht fand im Saal der Brüdergemeine statt und wurde von Johannes Möller, Pfarrer der evang. Kirchgemeinde Ebersdorf, gehalten. Rückblick auf eine Jahrzehnte lange Tradition der Kinder und Jugendhilfe im Haus Gottesschutz, Informationen zum Umbau, Hausrundgang, Spiel und Spaß für die Kinder und mehr machten das Fest zu einem Erlebnis.

Die Kindertagestätte in der Lobensteiner Straße, gegenüber dem Seniorenzentrum Emmaus, unterscheidet sich von den kommunalen Einrichtungen, weil dort zahlreiche Kinder mit Förderbedarf betreut werden. Wo andere Kindereinrichtungen nicht weiterhelfen können, nimmt dieser Kindergarten die Mädchen und Jungen auf.

„Es ist normal, verschieden zu sein“, dieses Motto hat die Einrichtungsleiterin Diana Reinhardt für den Titel des Informationsflyers gewählt. Es ist ihr und den zwölf Erzieherinnen wichtig, deutlich zu machen, dass im Haus Gottesschutz jedes Kind aufgenommen, bestmöglich umsorgt, individuell gefördert und liebevoll betreut wird. Dafür besteht das Erzieherinnenteam aus Heilpädagoginnen, Heilerziehungspflegerinnen zum Teil mit Montessoriausbildung, sowie einer Motopädin, einer Musikpädagogin und einer Diplom-Pädagogin.

Die Kinder kommen aus der gesamten Region und werden zum Teil von ihren Eltern aber auch mit Fahrdiensten nach Ebersdorf gebracht.

Das ehemalige Kinderheim wird seit 1991 als Kindergarten genutzt und wurde 2006 zum integrativen Kindergarten. Das denkmalgeschützte Gebäude war mittlerweile sanierungsbedürftig. Im Juli 2010 konnte der Umbau beginnen. Es ist eine moderne Kindertagesstätte entstanden. Damit wurden die Rahmenbedingungen für die integrative Arbeit mit Kindern mit Förderbedarfen deutlich verbessert. Auch die mobil-ambulante Frühförderstelle hat mehr Platz und neue Räume bekommen. Mittlerweile wurde die Betriebserlaubnis auf 72 Plätze erhöht. 22 Plätze sind für Kinder mit Förderbedarf vorgesehen.

Der Umbau hat etwa 480.000 Euro gekostet. Diese finanziellen Mittel wurden nur zum Teil durch Fördermittel gedeckt. Ein beträchtlicher Teil muss über Eigenmittel und Spenden finanziert werden. Deshalb bittet die Diakoniestiftung als Trägerin des Hauses Gottesschutz auch bei den Bürgern und Gewerbetreibenden in der Gemeinde um Unterstützung.

„Wir sind dankbar, für die nun stark verbesserten Bedingungen für Kinder und Erwachsene und freuen uns, dass die Arbeit von den Familien in der Region geschätzt wird“, sagt Marlies Köhler von der Geschäftsbereichsleitung Kinder / Jugend / Familien der Diakoniestiftung. Die Fachbereichsleiterin Kindergärten hat in den vergangenen Monaten mit stetigem Engagement für das Haus, viele Spenden akquiriert, immer an das Team geglaubt, zur Sicherung der Finanzierung beigetragen und durch engen Kontakt zu Gemeinden und Jugendamt geholfen, das Verständnis für die Angebote im Kinderhaus zu erhöhen. Damit wurde auch die Erhöhung der Plätze von bisher 50 auf die bereits erwähnten 72 möglich.


TextFotos: Sandra Smailes