Es wird geholfen

Die Diakoniestiftung ist in vielen Regionen Thüringens in der Hilfe für geflüchtete Menschen aus der Ukraine und anderen Ländern aktiv.

Im Saale-Orla-Kreis ist gar Unterstützung in verschiedenen Bereichen möglich. Im Freizeitzentrum Friesau leben mittlerweile 15 Menschen, die vor dem Krieg in ihrem Heimatland geflüchtet sind. „Wir haben eine kleine Familie, eine Großfamilie mit hochschwangerer Frau und Großeltern, eine Mutter mit Sohn und eine Einzelperson aufgenommen. Den Menschen geht es gut, sie sind zufrieden mit der Unterkunft und der Umgebung“, sagt Christfried Kerst, Leiter der Werkstätten Christopherushof in Saalfeld. Er lebt mit seiner Familie in Friesau, auf dem Gelände des Freizeitzentrums und ist Ansprechpartner für die Gäste aus der Ukraine. 
Sie halten sich oft im schönen Garten auf, werden mit dem Mittagessen aus Altengesees versorgt, erhalten frische Backwaren aus der Christo-Bäckerei und nutzen die Küchen, um sich selbst zu versorgen. Die Menschen kamen durch Privatinitiativen aber auch über das Landratsamt nach Friesau. „Die Integration läuft gut. Ein Mann arbeitet bei Schubert und Salzer in Bad Lobenstein, der Jugendliche absolviert ein Praktikum in der Küche in Altengesees und zwei Schülerinnen besuchen die Russischklasse im Bad Lobensteiner Gymnasium. Dort geht es zunächst darum, Deutsch zu lernen“, sagt Katrin Gersdorf, die als Jobmanagerin im Auftrag der Diakoniestiftung für die Menschen sorgt und als stellvertretende Landrätin auf Kreisebene engagiert ist. 
Um die deutsche Sprache ging es auch beim Aktionstag, der nun im Diakonieladen Geben und Nehmen in Bad Lobenstein stattgefunden hat. Die Volkshochschule Saale-Orla und die Jobmanager hatten eingeladen, um den in der Region lebenden Frauen die Möglichkeit zur Sprachstandsfeststellung zu bieten. „Mehr als 30 Frauen aus Bad Lobenstein, Hirschberg, Friesau, Wurzbach und Lehesten sind der Einladung gefolgt. André Haußner und Annett Baghdadi haben alle Interessierten geprüft und ihren Sprachstand ermittelt. Meist gibt es keine Vorkenntnisse, so dass eine A1-Sprachklasse für Bad Lobenstein geplant ist“, sagt Katrin Gersdorf. Sie und ihr Kollege Ralf Thomalla haben die Veranstaltung vorbereitet. Die Mitarbeiter von ThINKA waren zur Stelle als es darum ging, Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt zu besprechen und ALG II zu beantragen. Zusammen hat man den Diakonieladen als Ort der Begegnung, als Anlaufstelle bei Fragen oder Problemen vorgestellt. Es gab Kaffee, frisch gebackenen Kuchen und Spiele für die Kinder. Akteure, wie Carmen Teichmann aus Bad Lobenstein, die einige Ukrainer beherbergt und Informationen sammelt, freuen sich über solche Initiativen und danken auch der Grundschule und dem Gymnasium in Bad Lobenstein, weil dort die Schüler so problemlos aufgenommen und unterrichtet werden.