Fast 200 Jahre altes Pfortenhaus als Praxenhaus eingeweiht

Fast 200 Jahre altes Pfortenhaus als Praxenhaus eingeweiht


Dreimal Grund zum Feiern hatten Diakoniestiftung und Stiftung Sophienhaus in diesen Tagen in Weimar. Das zwischen 1820 und 1840 erbaute Pfortenhäuschen an der Einfahrt zum Sophienhausgelände wurde als Praxenhaus nach aufwendiger Sanierung wieder eingeweiht. Dort sind nun die Praxis für Ergotherapie und die Praxis für Logopädie eingezogen. Beide bestehen seit zehn Jahren. Den dritten Grund zum Feiern gab es im benachbarten Haus. Dort feierte die Frühförderstelle das 10-jährige Bestehen. Außerdem hat die Frühförderstelle den wichtigen Zusatz interdisziplinär erhalten. „Das heißt, wir können nun auch medizinisch therapeutische Angebote machen“, erklärt die Leiterin Sabine Borchert. Die Frühförderstelle gehört zur Stiftung Sophienhaus, einem Gesellschafter der Diakoniestiftung. Es werden Kinder vom ersten Lebensjahr bis zum Schuleintritt mit verschiedensten Entwicklungsstörungen und Verhaltensauffälligkeiten gefördert. Zur Frühförderstelle gehören neben der Leiterin vier Mitarbeiterinnen und ein Sonderpädagoge.

Das Team der Egotherapie um Anke Shaw besteht aus vier Egotherapeutinnen und betreut Menschen in allen Altersgruppen, die in ihrer Handlungsfähigkeit eingeschränkt oder von Einschränkung bedroht sind.

Die Logopädiepraxis wird von Mandy Hahn geleitet. Neben ihr Arbeiten zwei Fachfrauen, im sanierten Praxenhaus. Schwerpunkt ihrer Angebote ist es Kinder und Erwachsene mit Sprach-, Sprech-, Stimm- und Schluckstörungen zu behandeln und zu Besserung zu verhelfen.

Das Gebäude gehört der Stiftung Sophienhaus. Nachdem die Diakonie-Sozialstation vor mehr als zwei Jahren ausgezogen war, stand das denkmalgeschützte Haus leer. Nun wurde für etwa 600 000 Euro nach Vorgaben des Denkmalschutzes die Sanierung abgeschlossen. Die Diakoniestiftung, Träger der beiden Praxen mietet die Räumlichkeiten. „Wir sind sehr froh, dass die Logopädie und Ergotherapie nun in diesem schönen Gebäude einziehen konnten. Durch die räumliche Nähe können die drei Fachteams noch besser zusammenarbeiten und ihre Behandlungen abstimmen, denn oft kommen Patienten zu zwei oder gar zu allen drei Praxen“ sagt Susann Scheidemantel, die Leiterin der Geschäftsbereichsleitung Kinder / Jugend / Familien der Diakoniestiftung und Vorstand der Stiftung Sophienhaus.

In einem Festgottesdienst, der wegen des starken Regens in den Speisesaal des Mutterhauses auf dem Sophienhausgelände stattgefunden hat, würdigte Pfarrer Axel Kramme das geschichtsträchtige Gebäude und die neuen Angebote darin.

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Text/Fotos: Sandra Smailes