Fünf Jahre Sozialtherapeutisches Zentrum Martinshaus

Am 1. April feierte das Sozialtherapeutische Zentrum Martinshaus in Saalfeld gemeinsam mit Mitarbeitern anderer Wohnheime, aus Akut- und Fachkliniken, von Kostenträgern, Angehörigen und Interessierten sein fünfjähriges Bestehen.

Der Landtagsabgeordnete Gerhard Günther (CDU) überbrachte Grüße im Auftrag von Christine Lieberknecht, Thüringens Sozialministerin.

Die "Knirpse" des Ev. Kindergartens Villa Kunterbunt freuten sich über selbst gebastelte Osterhasen, die ihnen von zwei Betreuten der Einrichtung überreicht wurden.

Die Gäste konnten die herrlich-komische Theatervorführung der Tagesstätte für psychisch kranke Menschen der AWO in Pößneck erleben, ihrer eigenen Kreativität beim Gestalten mit Seide, Leinwand, und Farbe nachspüren, im stillen, Kerzenerleuchtetem Raum den charakteristischen Gesängen der Communaute` de Taitz` lauschen, das Hauses und die therapeutischen Angebote kennen lernen und mit oder ohne Gespräche das Angebot des festlichen Buffet genießen.

Am Nachmittag lud der Gastgeber zu einem Fachvortrag mit Dr. Schubert, FA für Psychiatrie/Neurologie in eigener Praxis in Saalfeld, zum Thema Sucht & Psychose ein.

Das Sozialtherapeutische Zentrum Martinshaus bietet alkoholkranken Frauen und Männern einen stationären Aufenthalt in einer christlichen Gemeinschaft. Von den 28 Plätzen sind derzeit 25 besetzt. Neben der stationären Hilfe, wird suchtkranken Menschen auch Beratung und begleitende Unterstützung über das ambulant betreute Wohnen und die Tagesstätte angeboten.

Ziel der Arbeit des "Martinhauses" ist es, suchterkrankten Menschen ein Leben in Würde und zufriedener Abstinenz in der Mitte unserer Gesellschaft zu ermöglichen, gemeinsam mit Ihnen die Folgen ihrer Erkrankung zu mildern und zu beseitigen, um neue Lebensperspektiven, ganz persönlich und beruflich zu entwickeln.

Frau Stötzner verglich in ihrer Andacht das Bild Michelangelos mit unserem Alltag:

"Die ausgestreckten Hände, wie auf dem Bild von Michelangelo, können auch für unsere Arbeit stehen: Wir reichen den suchterkrankten Menschen in unserem Wohnheim unsere Hand: mit unserem Wissen, Gewissen, Engagement und dem Gefühl der Zuversicht, gespeist aus unserem Glauben." Dennoch sehen und erleben wir es zu selten, dass die helfende Hand auch ergriffen wird, das der mühsam vorbereitete Weg in ein selbstbestimmtes Leben beschritten werden kann.

Die Früchte unserer Arbeit, sind jedenfalls nach außen, selten sichtbar.

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