Lebenshilfe und Kurberatung

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Kirchenkreissozialarbeit Greiz hat neue Mitarbeiterin


Gabriele Lieberwirth, die Leiterin der Kirchenkreissozialarbeit in Greiz hat seit Anfang Februar eine zusätzliche Mitarbeiterin. Die neue Kollegin heißt Doris Busch, wohnt in Berga, ist gelernte Kinderkrankenschwester und freut sich auf ihre neue Aufgabe.

„Wenn Frau Busch auch nur für einige Stunden angestellt werden konnte, bin ich sehr froh, dass wir nun personell etwas besser ausgestattet sind“, sagt Gabriele Lieberwirth.

Die Kirchenkreissozialarbeit, auch Kreisdiakoniestelle genannt, ist für alle hilfebedürftigen und ratsuchenden Menschen da, unabhängig von Kirchenzugehörigkeit und Weltanschauung. Zur allgemeinen Sozialarbeit im Kirchenkreis gehören Gespräche und Begleitung in schwierigen Lebenssituationen, Hilfe beim Stellen von Anträgen und Begleitung zu Ämtern, aber auch seelsorgerische Gespräche, die Vermittlung von Hausbesuchsdiensten und die Unterstützung der Ehrenamtlichen im Kirchenkreis.

Seit 1990 ist Gabriele Lieberwirth in dieser Aufgabe tätig und mit viel Freude bei der Arbeit. Die Sozialpädagogin und Diakonin ist für den gesamten Kirchenkreis Greiz zuständig. Das Büro der Kirchenkreissozialarbeit liegt sehr zentral in der Thomasstraße 25 in Greiz. Feste Sprechzeiten gibt es montags von 9 bis 12 Uhr und dienstags von 14 bis 16.30 Uhr. Aber auch außerhalb der Sprechzeiten sind Frau Lieberwirth und Frau Busch für die Ratsuchenden da, besuchen die Menschen zu Hause oder in den Kirchgemeinden.

„Die Leuten kommen, wenn verschiedene Problemsituationen vorliegen, wenn Gelder für notwendige Ausgaben fehlen, sie nicht wissen, welches Amt für bestimmte Fragen zuständig ist, Einsamkeit und andere Probleme vorliegen oder auch wenn sie sich einfach nur aussprechen wollen“, zählt Gabriele Lieberwirth auf. Die Klientel reiche dabei von Familien, Alleinstehenden, Müttern zu Arbeitslosen, Senioren bis hin zu Migranten und Asylbewerbern. Bei speziellen Fragen oder Problemlagen vermitteln die Mitarbeiterinnen auch in andere Beratungsstellen, wie etwa die Erziehungs- und Familienberatung.

Ein großes Thema der Kirchenkreissozialarbeit ist die Kurberatung und Kurvermittlung von Mutter- und Mutter- bzw. Vater-Kind-Kuren. Hier arbeitet Christine Wagner seit vielen Jahren ehrenamtlich für die Kirchenkreissozialarbeit. „Wir sind auf dem aktuellen Stand was gesetzliche Festlegungen betrifft, haben Kontakt zu Ärzten, Krankenkassen und Kurkliniken. Im vergangenen Jahr wurden zunächst viele Kuren abgelehnt. Durch unseren Einsatz bei den Krankenkassen wurden dann noch einige der vorher abgelehnten Kuren bewilligt“, erzählt Christine Wagner. Mut machen die Frauen zu einem Kurantrag auch den Müttern, die Empfänger von Arbeitslosengeld 2 sind. Oft könne der zu zahlende Eigenbeitrag für den Kuraufenthalt durch die richtigen Anträge deutlich verringert werden. „Kommen sie zu uns, wir machen uns für sie stark“, sagt Christine Wagner.

Zu den festen Angeboten gehört der einmal im Monat stattfindende Seniorenkreis. Das Angebot besteht seit fast 20 Jahren. Neue Interessenten sind herzlich willkommen.

Gern würden die Frauen eine Gesprächsgruppe für arbeitslose und alleinstehende Menschen ins Leben rufen, um über diesen Treff Kontakte und Hilfsmöglichkeiten zu schaffen. „Armut ist zwar in erster Linie materielle Armut“ sagt Frau Lieberwirth, „…hat aber Folgen. Ob man arm oder nicht arm ist, bestimmt maßgeblich den Platz in unserer Gesellschaft.“

Das Gewicht der Arbeit zeigt sich auch in der Unterstützung durch die Stadt Greiz, dem Landkreis und dem Kirchenkreis, sie beteiligen sich an den Kosten der Kirchenkreissozialarbeit. Träger ist die Diakoniestiftung Weimar Bad Lobenstein gGmbH. Der Stiftungsverbund mit 1800 Mitarbeitern in 123 Einrichtungen der Alten- und Behindertenhilfe sowie drei Schulen und Kinder- bzw. Familieneinrichtungen. Die Diakoniestiftung hat ihren Hauptsitz in Bad Lobenstein und ist Trägerin der Kirchkreissozialarbeit im Saale-Orla-Kreis und in Saalfeld-Rudolstadt. In der Region gibt es in Weida das Betreute Wohnen Haus am Semmelweispark und die Diakonie-Sozialstation.

Kontakt zur Kirchenkreissozialarbeit: 03661 670070, KKSA.Greiz@diakonie-wl.de.

Text / Foto Sandra Smailes