Neuer Diakonieladen in Bad Lobenstein

In Bad Lobenstein gibt es jetzt einen neuen Diakonieladen Geben und Nehmen. Am Graben 1, wo einst Jeans verkauft wurden, entstand zudem eine wichtige Begegnungsstätte. Das Eck-Geschäft, in dem sich viele Jahre der Domino-Laden befand, ist wieder belebt. Mit einem Dank an alle Helfer und Mitstreiter verband Dr. Klaus Scholtissek, Vorsitzender der Geschäftsführer der Diakoniestiftung Weimar Bad Lobenstein, seine Freude über die gelungene Einrichtung eines neuen Diakonieladens. Geben und Nehmen, unter diesem Namen finden Bürger dort nicht nur die Kleiderkammer wieder, die bislang von der Diakoniestiftung in der Bayerischen Straße betrieben worden ist. Sondern in den Räumen können sich Menschen auch zu Gesprächen treffen, an Veranstaltungen teilnehmen und Waren aus den Werkstätten der Diakoniestiftung erwerben.

Geben und Nehmen gut wäre es, wenn das in einem gesunden und menschenwürdigen Verhältnis steht, sagte Pfarrer Stefan Ibrügger in seinen Worten an die vielen Gäste, die zur feierlichen Eröffnung gekommen waren. Kritisch merkte er an, dass die gegenwärtige Konsumgesellschaft lieber nehme als gebe. Mit der Geiz ist geil-Mentalität werde stets nach Schnäppchen und Billigangeboten geschaut ohne zu hinterfragen, ob Produzenten bei den beworbenen Preisen überhaupt noch existent sein können. Die aktuelle Diskussion zu den Milchpreisen ist dabei nur ein aktuelles Beispiel.

Eine solidarische Welt, solidarisches Leben braucht auch das solidarische Geben, meinte Ibrügger, der Gerechtigkeit als biblisches Wort für Solidarität interpretiert. Aber nachdenkliche Worte richtete der Pfarrer auch an die Politik. Hartz IV oder die Zuwendungen für Asylbewerber seien zum fröhlichen Nehmen nicht geeignet. Dem Diakonieladen wünschte der Pfarrer ein fröhliches Geben und wer nimmt, solle dies mit gutem Gewissen tun, ohne sich dafür schämen zu müssen.

Neue veränderte Situationen verlangen neue Antworten vor Ort, sagte Bettina Schmidt, Geschäftsbereichsleiterin Arbeit/ Flüchtlinge/ offene Hilfen der Diakoniestiftung, die sich darüber freute, mit dem neuen Laden nun mehr ins kurstädtische Zentrum gerückt zu sein. Neben dem Laden sei es auch das gemütliche Café, wo nunmehr Platz für soziale und kreative Angebote geschaffen ist. Die Angebote seien jetzt erweitert und bereits bestehende besser vernetzt. Bettina Schmidt lud die Menschen ein, den täglich geöffneten Diakonieladen persönlich kennenzulernen und tatsächlich als eine Stätte der Begegnungen zu nutzen. (Peter Hagen, OTZ)


Im neuen Diakonieladen Am Graben 1 in Bad Lobenstein gibt es:

  • das klassische Diakonieladensortiment mit gut erhaltener Kleidung, Haushaltgegenständen, Spielwaren und Kleinmöbeln
  • Waren und Molkereiprodukte aus den Werkstätten Christopherushof Altengesees
  • eine Begegnungsstätte mit Kaffee- und Imbisangeboten
  • die Beratungsstelle des Thüringer Integrationsprojektes ThINKA-SOK (gefördert durch den Freistaat Thüringen aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds)
  • einen Treffpunkt für die ehrenamtlichen Pflegebegleiter und Selbsthilfegruppen, z.B. Angehörige von Menschen mit Demenz


Diakonieladen Geben und Nehmen

Am Graben 1, 07356 Bad Lobenstein

Tel. 036651 397722