Palettenreparaturen für Playmobil

Palettenreparaturen für Playmobil


Lobensteiner Werkstatt lädt zum Kennenlernen ein - Werkstattladen und Zigarre stets Besuchermagneten


Tag der offenen Tür und Sommerfest für die Beschäftigten wurde am Samstag am Standort Bad Lobenstein der Werkstätten Christopherushof gefeiert. Zahlreiche Gäste kamen und nutzen die Gelegenheit die Arbeitsbereiche und die verbesserten Räumlichkeiten anzusehen. Dabei gibt es natürlich Gelegenheit die Beschäftigten kennen zulernen. Das sind in Bad Lobenstein immerhin 80 Frauen und Männer, die aufgrund von körperlichen oder geistigen Behinderungen und psychischen Beeinträchtigungen eine tagesstrukturierende, sinnvolle Arbeit gefunden haben und in einer guten Gemeinschaft angekommen sind.

Ein Beschäftigter ist Frank König. Der 46-jährige Mann ist Epileptiker, lebt mit seiner Mutter in Bad Lobenstein und ist seit 21 Jahren in den Werkstätten Christopherushof beschäftigt. Seit fast zehn Jahren arbeitet er in der Reparaturwerkstatt für Euro-Paletten. Dort baute er mit drei Kollegen defekte Paletten des Spielzeugherstellers Playmobil auf. „Das macht sonst keine Firma, weil die Arbeit sehr aufwendig ist und Geduld erfordert. Wir schaffen etwa 600 Paletten im Monat und bei Playmobil liegen mehrere tausend zum Aufarbeiten“, so Gruppenleiter Andreas Schlegel. Vor wenigen Wochen wurde eine neue Maschine angeschafft, die das Zerteilen der defekten Paletten erleichtert. „Die Playmobilpaletten sind mit einem Kunststoffteil gebaut und werden nicht genagelt, sondern vernietet. Deshalb müssen sie auch anders aufgearbeitet werden“, erklärt Frank König seine Arbeit. Er ist dafür zuständig, die zerteilten Paletten wieder zusammenzusetzen. Die Plastikteile liefert Playmobil, das Holz wird in der Tischlerei in Altengesees auf Länge geschnitten.

Mehrere Beschäftigte nutzen den Tag ihren Angehörigen und Freunden zu zeigen, wo sie die Wochentage verbringen. Mandy Stöcker aus Schlegel ist seit April im Reha-Bereich der Werkstatt tätig. Sie steckt Pappkartons für die Firma Fröb zusammen und macht diese Arbeit sehr gern. Das konnte sie am Samstag endlich ihrem Freund zeigen.

Die Zigarrenmanufaktur und der Werkstattladen sind bei solchen Festen stets der größte Besuchermagnet. Kerstin Schenk, Teamleiterin im Reha-Bereich, freut sich sehr darüber. Mit dem Umzug in ein größeres Gebäude ist auch der Werkstattladen erweitert und besser erreichbar. Das spüren sowohl Zigarre als auch das kleine Geschäft durch mehr Kundschaft. Montags bis freitags von 8 bis 15 Uhr können dort sämtliche Werkstattprodukte aus Töpferei, Weberei, Tischlerei und Kreativbereich angesehen und gekauft werden.


Text/Fotos: Sandra Smailes