Präsenzkraftschulung beendet

Präsenzkraftschulung beendet


In dieser Woche haben in Ebersdorf 13 Präsenzkräfte der Saale-Neckar Diakonie gGmbH ihre Zertifikate erhalten. Den elf Frauen und zwei Männern wird damit bescheinigt, dass sie mehr sind als Hilfskräfte ohne Fachkenntnisse, sie haben eine Grundausbildung absolviert.

Präsenzkräfte sind in Seniorenzentren und Sozialstationen beschäftigt, die nach modernen Konzepten arbeiten und gelten als Unterstützung zur Fachkraft. Die Präsenzkraft begleitet die Bewohner im Alltag, bei Pflege, Hauswirtschaft und sozialer Betreuung.

Die Ausbildung dauerte von September 2010 bis Ende März und umfasste 200 Lehrstunden. Diese Schulung absolvierten die Frauen und Männer neben ihrer regulären Arbeitszeit. Die Agentur für Arbeit hat die Weiterbildung finanziert, die fachliche Kontrolle lag bei dem Berufsfortbildungswerk (bfw) einem zertifizierten Bildungsträger. Die Dozenten kamen je nach behandelten Themen aus den Fachgebieten, konnten aber zum großen Teil vom Seniorenzentrum Emmaus gestellt werden. Pflegedienstleiter Wolfgang Schobert hat fast 70 Stunden gehalten.

Praktische Erfahrung hatten die meisten Kursteilnehmer schon. Denn sie arbeiten in der Diakonie Sozialstation, im Seniorenzentrum Emmaus, dem Haus Elisabeth für an Demenz erkrankte Menschen und dem Betreuten Weißen Ross in Saalburg.

Eine der 13 Teilnehmer ist Carola Josiger aus Bad Lobenstein. Sie ist ausgebildete Hotelfachfrau und Kleidungsfacharbeiterin. 1994 hat sie Aufgaben einer Helferin für einen Patienten der Diakonie Sozialstation übernommen. „Seitdem arbeite ich in der Pflege. Auch ohne Fachausbildung kann man vielen Menschen helfen. Die Präsenzkraftschulung hilft mir in der Arbeit. Ich bin froh, dass nun auch eine theoretische Grundlage da ist“, sagt die Mitarbeiterin.

In den Lehrstunden wurden Themen wie Entstehung chronischer Wunden, Ernährung im Alter, Kreislaufbeschwerden, Aktivierung, Diabetes, Sterben und Tod behandelt. Zum Kolloquium mit Zertifikatsübergabe hat dann jeder Teilnehmer ein Thema vorgestellt und auch Arbeitsmaterialen bzw. Hilfsmittel mitgebracht.

Neben den Ortspfarrern Möller der die feierliche Andacht hielt und anschließend mit Pfarrer Stammler die Teilnehmer segnete, war auch Pfarrer Oscar Böhm, der die Einrichtungen ehrenamtlich betreut und regelmäßig dort ist, zur Ehrung gekommen. „Ihre Berufsbezeichnung können wir ganz wörtlich nehmen. Sie sind Präsenzkräfte, sie sind für die älteren Menschen und für die Fachkräfte da. Was wären beide Gruppen ohne Sie? Machen Sie ihre Arbeit weiter so und ich bitte darum, den Menschen immer in seiner Gesamtheit zu sehen Leib, Seele und Geist“, sagte Oscar Böhm.

Dr. Klaus Scholtissek, Vorstand der Saale-Neckar Diakonie gGmbH, gratulierte den neuen Präsenzkräften ganz herzlich: „Ich danke Ihnen für ihre Arbeit. Die ist nicht selbstverständlich. Wir als Träger, aber vor allem die Menschen hier brauchen Sie. Ich wünsche Ihnen Freude und Erfolg bei der Arbeit und hoffe, dass diese Aufgabe auch eine Bereicherung für sie persönlich ist.“


Text und Fotos: Sandra Smailes