Serviettenproduktion in Bad Lobenstein

Serviettenproduktion neu in Bad Lobenstein – zusätzliches Gebäude im Gewerbegebiet gemietet


Werkstätten Christopherushof schaffen bessere Bedingungen, Zigarrenmanufaktur und Werkstattladen sind nun kundenfreundlicher zu erreichen.


Mit einem neuen Arbeitsbereich startet die Werkstatt für Menschen mit Behinderung in Bad Lobenstein in den Sommer. In der Serviettenproduktion werden aus sehr großen Zellstoffrollen Servietten maschinell gefaltet, geschnitten und verpackt. An dieser Maschine arbeiten bis zu fünf Beschäftigte. Sie begleiten den Fertigungsprozess von Anfang bis Ende und sind auf die einzelnen Schritte spezialisiert. „Die Arbeit verlangt hohe Konzentration, denn der Arbeitsprozess verläuft in einem festgelegten Rhythmus und unterliegt strengen hygienischen Vorschriften. Die Servietten werden europaweit an die Kunden versendet“, sagt Andreas Berger, Standortverantwortlicher in den Werkstätten Christopherushof in Bad Lobenstein.

Die Serviettenmaschine ist in der Werkstatthalle untergebracht. Die bisher dort eingerichtete manuelle Industriemontage und Verpackung ist in neue Räume umgezogen. Im Bad Lobensteiner Gewerbegebiet wurde dafür das früher von Moch und Gleich genutzte Gebäude angemietet.

Das zusätzliche Gebäude läuft unter dem Namen „TagWerk“ und ist als Rehabilitations- und Kompetenzzentrum für Menschen mit psychischen Erkrankungen überschrieben. Es ist mehr Platz geschaffen worden und außerdem konnten die Bedingungen für die hier beschäftigten Menschen verbessert werden. „In der Reha-Werkstatt arbeiten derzeit 30 Menschen. Das sind Personen, die durch psychische Erkrankungen zunächst nicht auf dem ersten Arbeitsmarkt beschäftigt werden können. Hier erhalten sie eine geeignete Tätigkeit, Tagesstruktur und können Ergebnisse ihrer Arbeit sehen“, erklärt Andreas Berger.

Außerdem hat die Zigarrenmanufaktur mit vier Beschäftigten dort neue Räume bezogen. Es ist mehr Platz entstanden und schafft die Möglichkeit interessierten Kunden die Herstellung der Zigarren zu zeigen. Ganz besonders froh sind Gruppenleiterin Kerstin Schenk und Teamassistent Brian Töpfer, dass auch der Werkstattladen im neuen Gebäude untergekommen ist. So können die vielen schönen, dekorativen, aber auch praktischen Dinge noch besser präsentiert werden. Im Laden werden handgefertigte Waren aus den Werkstätten Christopherushof, wie Töpferei, Weberei, Tischlerei und Kreativbereich täglich von 8 bis 15 Uhr angeboten.

In der Werkstatt am Standort Bad Lobenstein arbeiten zurzeit 87 Menschen mit Behinderung. Es gibt sieben Bereiche, darunter Metallbearbeitung, Landschaftspflege, Hauswirtschaft und Verpackung.

Für die Zukunft ist auch eine Tagesstätte für psychisch kranke Menschen geplant. Denn die fehle in der Region, obwohl es viele Menschen gibt, die dringend auf ein solches Angebot warten, sagt Andreas Berger.


Kontakt:

Lobensteiner Werkstätten, Gewerbegebiet 6, 07356 Bad Lobenstein, Tel. 036651 8281-0, Lobensteiner.Werkstaetten@diakonie-wl.de



Text und Fotos: Sandra Smailes