Vielfalt als Menschenrecht - EU-Normen in Europa

Vom 18. bis 22. April findet in Weimar der Internationale Kongress “Vielfalt als Menschenrecht – das europäische Haus öffnet seine Türen“ statt. Er richtet sich an Menschen mit Behinderungen aus verschiedenen europäischen Ländern.

Ziel ist der Austausch von Menschen mit Behinderungen darüber, ob sie besonders nach der Verabschiedung der UN – Behindertenrechtskonvention im Jahre 2006 in den einzelnen Ländern besser wahrgenommen werden. Es stellt sich die Frage der Umsetzung der Rahmenbedingungen, die sich aus dem Beschluss heraus ergeben haben.

Inhalt der UN-Behindertenrechtskonvention von 2006 ist das Recht auf Selbstbestimmung, Partizipation und umfassenden Diskriminierungsschutz für Menschen mit Behinderung und die Forderung einer barrierefreien und inklusiven Gesellschaft.

Der Konvention liegt ein Verständnis zugrunde, das Behinderung als normalen Bestandteil menschlichen Lebens und menschlicher Gemeinschaft ausdrücklich bejaht" und als Quelle möglicher kultureller Bereicherung wertschätzt und damit zur Humanisierung der Gesellschaft im Ganzen beiträgt.

Die Teilnehmenden kommen aus Rumänien, Polen, Tschechien, Schweden und Norwegen. Meist sind es Vertreter eines Werkstattrates aus den Werkstätten für behinderte Menschen oder eines Heimbeirates aus verschiedensten Wohnformen - mit körperlichen, psychischen oder leichten geistigen Behinderungen. Ihnen stehen Assistentinnen und Assistenten zu Seite.

Für die Fachvorträge gibt es einen professionellen Übersetzungsdienst. Dort erfahren die Teilnehmenden, welche EU- Rechte sie in ihren Ländern einfordern können. Workshops wie Trommeln, Zirkus, Tanzen oder Holzbearbeiten sollen den Austausch fördern und über Sprachbarrieren, Handicaps und Begegnungsängste hinweg helfen.

Der Kongress ist eine Initiative der Diakonie Stetten und wird in diesem Jahr mit der Diakoniestiftung Weimar Bad Lobenstein gemeinsam veranstaltet.

Weitere Informationen: Bettina Schmidt, Geschäftsbereichsleiterin Eingliederungshilfe/Hilfe für Menschen mit Behinderungen: Telefon 03 66 43 – 30-123 Mobil 0170 2 25 07 01