Vorfreude auf die Adventszeit geweckt

Die Werkstätten Christopherushof in Altengesees haben wieder einmal bewiesen, dass sie über eine enorme Anziehungskraft verfügen. Der bereits sechste Christomarkt hat am Samstag hunderte Besucher angelockt.  Gäste, die gekommen waren, um Christo-Produkte, Handarbeit aus verschiedenen Arbeitsbereichen, zu kaufen. Freunde und Bekannte zu treffen. Gut zu essen und zu trinken, die kreative Dekoration zu bestaunen und Ideen zu holen. Geschenke zu bestellen, Lebkuchen zu kosten und schon den ersten Stollen mitzunehmen. Der Auftakt für das Weihnachtsgeschäft. Überall herrscht Vorfreude auf die nahe Adventszeit.  

Das Besondere in Altengesees ist, dass dort weit über hundert Menschen mit Behinderung leben und arbeiten. Die Beschäftigten sind in verschiedenen Bereichen tätig, können ihren Fähigkeiten und Möglichkeiten gerecht arbeiten und das spiegelt sich in der Qualität der Waren wieder.

 „Die ersten Gäste waren schon kurz nach 9 auf dem Gelände, obwohl wir erst um 10 Uhr öffnen wollten“, sagt Anika Teichmann. Die Studentin betreute den Kreativstand auf dem Gelände der Tischlerei. Dort konnten Figuren aus Heu gefertigt und individuell verziert werden.

„Ich freue mich immer auf den Christomarkt. Am besten gefällt mir, das wir dort unsere Waren selbst verkaufen und für die Kunden einpacken können“, sagt Elisa Kube. Sie lebt in Kamsdorf und ist seit zwei Jahren in der Töpferei beschäftigt. Dort bemalt sie Kindergeschirr und stellt Pflanzgefäße her. Tassen in sämtlichen Farben und Formen waren auch in diesem Jahr der Renner am Stand der Töpferei. Die Weberei hat viele Sitzkissen, Joga-Kissen und Engel verkauft. Die Filmseifen sind sehr beliebt, auch Weihnachtsschmuck wurde nachgefragt. Im Hofladen riss der Besucherstrom nicht ab. Brot und Brötchen, Gebäck, auch Molkerei-Produkte und das gesondert angebotene Adventsgebäck waren nachgefragt. „Es ist eine große Freude, mitzuerleben, wie gern die Besucher unsere Christo-Produkte kaufen. Die Beschäftigten und Mitarbeitenden erleben die große Interesse selbst mit und das macht den Markt zu etwas besonderem“, sagt Bettina Schmidt, die Geschäftsbereichsleiterin Eingliederungshilfen der Diakoniestiftung Weimar Bad Lobenstein, während sie einem Beschäftigten bei der Zigarrenherstellung über die Schulter schaut.  

Wer noch mehr von dem besonderen Flair erleben möchte, der ist am Sonntag, 13. November, im Landgut Holzdorf bei Weimar willkommen. Dort lädt die Diakoniestiftung zum Lichterfest. Auch da werden überwiegend Produkte der Werkstätten Christopherushof angeboten.