Willkommen und Abschied

Die Diakoniestiftung Weimar Bad Lobenstein, die mit ihr verbundenen Stiftungen und Gesellschaften   haben am Sonntag, den 6.11.2022, zu einem Festtag anlässlich des Rektorenwechsels eingeladen. 
Mehrere hundert Gäste, Familie und Freunde, Kollegen, Wegbegleiter, Vertreter von Politik, Kirche, Diakonie und der Stadt Weimar haben den Gottesdienst und den Festakt geprägt, unter ihnen die Oberin der Schwestern- und Bruderschaft des Sophienhauses, Schwester Rosmarie Grunert, Oberkirchenrat Christoph Stolte, der Vorstandsvorsitzende der Diakonie Mitteldeutschland, Dr. Friederike Spengler, Regionalbischöfin der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland und Oberbürgermeister Peter Kleine.

Im Gottesdienst in der Herderkirche wurde Rektor Axel Kramme aus seinem Amt feierlich mit Gebet, Handauflegung und Segen verabschiedet. Sinnbildlicher Ausdruck hierfür ist die Rückgabe des Rektorenkreuzes an Superintendent Henrich Herbst: „Rektor Kramme hat als kreativer Vordenker diakonischer Strukturen Wachstum und Veränderung der Sophienhausstiftung, des evangelischen Sophien- und Hufeland-Klinikums sowie im Stiftungsverbund mit der Evangelischen Stiftung Christopherushof und dem Michaelisstift Gefell geprägt. Als Pfarrer und Klinikseelsorger hat er viele Menschen hilfreich begleitet“, beschreibt ihn Weimars Superintendent Henrich Herbst, der Vorsitzende der Aufsichtsgremien im Diakonieverbund. „Wir danken Rektor Kramme für den Einsatz seiner Gaben und Kräfte und freuen uns auf den Dienst seines Nachfolgers Pfarrer Ramón Seliger. Gerade in unruhigen Zeiten wie diesen werden die Diakonie und ihr Engagement für hilfsbedürftige Menschen jeden Alters dringender denn je gebraucht“, betont Superintendent Herbst. 

Nach der Verabschiedung des scheidenden Rektors wurde Pfarrer Ramón Seliger in sein neues Amt als Rektor und Geschäftsführer eingeführt: Die Überreichung des Rektorenkreuzes, Handauflegung, Gebet und Segensworte wurden begleitet vom Gesang der Gemeinde und dem Jugendchor der Evangelischen Singschule Weimar. In seiner Antrittspredigt stellte der neue Rektor das Wirken von Menschen in der Diakonie in den Mittelpunkt . Durch sie bekomme die Diakonie und die Liebe Gottes ein konkretes Gesicht. So leuchte hin und wieder etwas auf vom Reich Gottes mitten unter den Menschen.

Pfarrer Ramón Seliger ist in Weimar und in der Diakoniestiftung gut bekannt. Der gebürtige Geraer war zuletzt Pfarrer an der Herderkirche und mit diakonischen Aufgaben im Kirchenkreis Weimar beauftragt. Seit Anfang des Jahres 2022 verantwortet er als Projektleiter die Gründung einer Evangelischen Gemeinschaftsschule in Weimar. Diese evangelische und inklusive Schule soll ihre Heimat gemeinsam mit der Schwestern- und Bruderschaft des Sophienhauses im Mutterhaus des Sophienhauses in Weimar finden.

Nach einem Mittagsimbiss in der Aula der Johannes-Landenberger-Schule waren ca. 150 Gäste zu einem Festakt in den Mutterhaussaal der Stiftung Sophienhaus geladen. Dort konnten die Gäste die Dankbarkeit und Verbundenheit zum überaus geschätzten Pfarrer Axel Kramme erfahren. Die Rednerinnen und Redner sagten Ihre Unterstützung zu für den neuen Rektor und Geschäftsführer Ramón Seliger. 

Den Festakt eröffneten Dr. Friederike Spengler, Regionalbischöfin im Bischofssprengel Erfurt, und Oberkirchenrat Christoph Stolte, Vorstandsvorsitzender der Diakonie Mitteldeutschland. Weimars Oberbürgermeister Peter Kleine fand neben dem Dank für das Wirken der Diakonie (nicht nur) für die Menschen in Weimar sehr persönliche Worte der Verbundenheit und des Einverständnisses. Im Anschluss sprachen Kirchenrat Jürgen Friedrich, Direktor i.R. Marienstift Arnstadt, und Schwester Rosmarie Grunert, Oberin der Schwestern- und Bruderschaft des Sophienhauses und Leiterin der Evangelischen Krankenpflegeschule. Mit Humor und liebevollen Anekdoten grüßten die Vorsitzenden der Mitarbeitervertretungen, Klaus-Dieter Erler vom Sophien- und Hufeland-Klinikum, und Hans-Jörg Vollprecht, Mitarbeitervertretung des Geschäftsbereichs Altenhilfe.

Dr. Klaus Scholtissek und Ramón Seliger stellten ein besonderes Geschenk vor, eine Festschrift für Axel Kramme mit dem Titel „Diakonie auf der Höhe der Zeit. Erfahrungen und Perspektiven“ (Leipzig 2022). Das Herzstück dieser Festschrift ist ein umfangreiches von Prof. Michael Haspel geführtes Interview mit Rektor Kramme, in dem er auf über vier Jahrzehnte in der Diakonie vor und nach der Wende zurückblickt – mit dem ihm eigenen Humor und Scharfsinn. Auf der Liste der Beitragenden stehen zudem neben Ulrich Lilie, dem Präsidenten der Diakonie Deutschland, auch  Christoph Stolte, Rosmarie Grunert, Henrich Herbst, Johannes Eurich, Ramón Seliger und Klaus Scholtissek.  
Beide Rektoren, der scheidende und der neue, schlossen den Festakt mit dankenden Worten ab, die neben vielen Weggefährten und Freunden auch die eigenen Familien einbezogen.
Das Akkordeon Duo Con:trust aus Weimar begleitete den Festakt und riss die Gäste immer wieder zu stürmischem Applaus hin.