/suche/

Nachhaltigkeit fängt im Kleinen an

NEU: Am 17. Mai 2024 wurde im Landgut Holzdorf ein Strohballenhaus eröffnet. Damit sind zwei zusätzliche Klassenräume für Pflegeauszubildende des Diakonischen Bildungsinstituts Johannes Falk entstanden. Es wurden 40 Tonnen Stroh verbaut. >ZUM Beitrag mit Zeitraffer-Video von der Entstehung.

In der Diakoniestiftung Weimar Bad Lobenstein und den mit ihr verbundenen Stiftungen und Gesellschaften legen wir großen Wert auf die Bewahrung der Schöpfung. Nachhaltigkeit verstehen wir umfassend: ökologische, soziale und wirtschaftliche Dimensionen greifen ineinander und dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Unser diakonisches Selbstverständnis und Leitbild ist seit jeher von dem Ziel geprägt, Menschen in ihrer individuellen Situation zu dienen und gesellschaftliche Strukturen zu fördern, die dauerhaft ein solidarisches Miteinander aller Menschen sichern. Die Bewahrung der Schöpfung als Grundlage allen Lebens verstehen wir als ein gleichrangiges, unverzichtbares Ziel. Auf diesem Weg sind und bleiben wir Lernende, die ihr eigenes Handeln immer wieder auf den Prüfstand stellen.       

Wir verfolgen in allen Bereichen das Ziel, möglichst umweltbewusst und ressourcenschonend zu handeln. Darin sehen wir einen existentiellen und diakonischen Auftrag, den wir mit allen Menschen und Akteuren in unserem Land und weltweit teilen.

Auf dieser Seite zeigen wir Beispiele, wie in unserem Verbund nachhaltig gelebt und gearbeitet wird:

  • Ein großer Schritt war die Schaffung eines professionellen Energiemanagements für unseren gesamten Diakonieverbund.
  • Errichtung von Photovoltaikanlagen, zum Beispiel auf den Dächern der Werkstätten Christopherushof, Standort Saalfeld An der Heide mit 99 kWp und am Standort Industriestraße mit 84 kWp.
  • Im Januar 2024 wurde die Anlage auf dem Dach der Johannes-Landenberger-Förderschule in Weimar in Betrieb genommen. Belegte Fläche 400 m², 242 Module, Spitzenleistung: 99 kWp – Strom wird voraussichtlich zu 90% am Campus verbraucht. 
  • Es erfolgte eine komplette Umstellung von Laserdruckern auf CO2-freundliche Tintenstrahldrucker. Damit reduzieren wir den Energieverbrauch und den CO2-Ausstoß in hohem Umfang.
  • In mehreren Häusern werden Wärmepumpen verwendet.   
  • Unsere Tischlerei in Altengesees baut Hordengatter aus Holz, um junge Baumpflanzen vor Verbiss zu schützen.
  • In sämtlichen Einrichtungen wurde die Beleuchtung auf LED umgestellt.
  • Die Textilweberei fertigt Kissen aus Stoffresten und Werbeplanen.
  • Aus Pappkartons wird in den Lobensteiner Werkstätten mit einer Schreddermaschine Verpackungsmaterial.
  • Recup-System im Landgut Holzdorf und dem Hofladen Altengesees
  • In einigen Sozialstationen wird Dienstkleidung getragen, die aus biobasierten Fasern hergestellt wurde und biologisch abbaubar ist.
  • Mit einem Gartenbauprojekt zeigt die Wohngruppe im Paul-Auerbach-Haus in Saalfeld, wie nachhaltiges Gärtnern auch im kleinen gut funktioniert.
    Die in diesem Zuge entstandene Broschüre „Gemeinsam naturnah Gärtnern“ ist kostenfrei erhältlich.
     

Daniel Bocklitz
Energiemanagement

Humboldtstr. 14
99423 Weimar
Tel.: 03643 - 2410-1302
Fax: 03643 - 2410-1509

Mail: D.Bocklitz@diakonie-wl.de

Download: vCard

Nachhaltigkeit von Anfang an gedacht
Energiemanagement als aktiver Beitrag zum Erreichen der Klimaziele im Diakonieverbund

Um sich einem rasant an Bedeutung gewinnenden Thema sowie auch einem großen Hebel im Bereich der ökologischen Nachhaltigkeit anzunehmen, entschloss man sich innerhalb des Stiftungsverbunds für den Aufbau eines Energiemanagements. Als Inhaber der neu geschaffenen Stelle des Energiemanagers habe ich es mir zum Ziel gesetzt die Energieverbräuche jeder unserer individuellen Einrichtungen schrittweise zu optimieren sowie eine effiziente und vermehrt regenerative Bereitstellung der Energie sicherzustellen.

 

Mit der Unterstützung der Landesenergieagentur Thüringens – der ThEGA – und deren Energiemanagementsystem „Kom.EMS“ werden konkrete Arbeitsschritte strategisch und zumeist iterativ abgearbeitet:

  • Bestandsaufnahme –
    Der energetische Ist-Zustand der Gebäude sowie der zugehörigen Versorgungstechnik wurden erfasst und analysiert.
  • Maßnahmenplanung –
    Basierend auf den Ergebnissen der Bestandsaufnahme wurden Maßnahmenpläne mit nichtinvestiven und investiven energetischen Optimierungsmaßnahmen erstellt, welche fortlaufenden gepflegt werden.
  • Verbrauchscontrolling und Energieberichtswesen –
    Die kontinuierliche Erfassung und Auswertung von Energieverbrauchsdaten (Strom, Wärme, Wasser) aus den Liegenschaften befindet sich im schrittweisen Aufbau und die Daten werden am Ende in Form von Energieberichten veranschaulicht, welche eine Erfolgskontrolle und strategische Ausrichtung ermöglichen.
  • Optimierung des Liegenschaftsbetriebes –
    Erste grundlegende Betriebsoptimierungen der versorgungstechnischen Anlagen (vorrangig Heizungs- und Lüftungsanlagen) wurden durchgeführt und der fortlaufende Optimierungsprozess wurde angestoßen. Darüber hinaus wurden Mitarbeiter und Klienten über eine „Verfahrensanweisung Energie“ und zugehörige Anschauungsmaterialien zum bewussten und sparsamen Umgang mit Energie und anderen Ressourcen sensibilisiert. Einrichtungsleitungen und Mitarbeiter im technischen Dienst wurden nochmals verstärkt eingebunden und geschult.
  • Maßnahmenumsetzung –
    Erste größere und kleinere energetische Maßnahmen wurden bereits umgesetzt und viele weitere befinden sich in der Planungs- oder Umsetzungsphase. So werden beispielsweise noch vorhandene ineffiziente, alte Beleuchtungseinrichtungen durch LED-Technologie ersetzt, wobei jedoch ein Großteil bereits umgestellt wurde. Mangelhafte oder nicht funktionstüchtige Anlagentechnik wird repariert oder ausgetauscht (bisher z. B. eine Solarthermieanlage und Regelungstechnik). Darüber hinaus werden schrittweise die in die Jahre gekommenen fossilen Heizkessel der Liegenschaften durch effiziente und regenerative Wärmeversorgungsanlagen ausgetauscht. Ein ganz besonderes Herzensthema ist auch die Nutzung geeigneter Dachflächen zur solaren Stromerzeugung mittels Photovoltaikanlagen, wobei bereits drei Großanlagen in Betrieb gegangen sind und es auch schon einen Plan für den weiteren Aufbau gibt.

Mit dem Ansatz des systematischen Energiemanagements wollen wir die Einrichtungen im Stiftungsverbund durch Betriebsoptimierungen und Einzelmaßnahmen langfristig in einen optimalen energetischen Betriebszustand überführen. Darüber hinaus finden die neu gesetzten Maßstäbe hinsichtlich Energieeffizienz, Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit auch direkte Anwendung bei allen zukünftigen Kernsanierungs- und Neubauprojekten.

In der Konsequenz streben wir auch eine entsprechende Zertifizierungen unseres Energiemanagements an.

Bereits im April 2022 hat Kathrin Stölzel, Leiterin Dienstbereich Technik/ Ansprechpartnerin Energieversorgung der Diakoniestiftung, einen Beitrag „Zum Energiemanagement im Stiftungsverbund“ geschrieben.
Dieser wurde in unserem Journal Diakonal auf Seite 4 veröffentlicht.  >ZUR Diakonalausgabe Nachhaltigkeit und Teilhabe. 

nach oben

 

Kontakt

Daniel Bocklitz
Energiemanagement

Humboldtstr. 14
99423 Weimar
Tel.: 03643 - 2410-1302
Fax: 03643 - 2410-1509

Mail: D.Bocklitz@diakonie-wl.de

Download: vCard


Spendenkonto

Kreissparkasse Saale-Orla
IBAN: DE92830505050002127474
BIC: HELADEF1SOK
Verwendungszweck: Diakoniestiftung Weimar Bad Lobenstein

HIER ganz einfach online spenden.


Nachhaltigkeit und Teilhabe
in unseren Einrichtungen